Black Desert Online CBT1 – Erfahrungsbericht

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Achtung!!! Dieser Bericht beruht auf Erfahrungen aus der ersten geschlossenen Betaphase. Bis zum finalen Release können sich noch einige Dinge ändern.

In den letzten 6 Tagen fand die erste geschlossene Betaphase von Black Desert Online [nachfolgend auch als BDO bezeichnet] statt. Dafür haben wir nicht nur fünf Keys verlost, sondern auch selber einen Blick riskiert. Ich habe zwar einiges an RPG-Erfahrung sammeln können, ein MMORPG war allerdings zunächst neu für mich.

Setting und Spielspaß:

Ein „Story“ Unterpunkt erscheint mir bei der Betrachtung eines MMORPGs fehl am Platz, weshalb ich mich dazu entschieden habe, den Punkt Setting und Spielspaß in meinen Bericht aufzunehmen. Das Setting von BDO könnte man als klassisch bezeichnen. Böse Zungen würden es vermutlich eher als „ausgelutscht“ betiteln. Ihr befindet euch mit eurem Charakter in einer riesigen, mittelalterlich angehauchten Welt. Wie gewohnt gibt es hier Krieger, Magie, Alchemie, Monster usw. Die Ortschaften, mal kleiner, mal größer, sind meist mit einer Burg oder Festung bestückt. Das ist soweit alles nichts neues, allerdings muss ich dazu sagen, dass ich das Ganze sehr pragmatisch sehe: Warum das Rad neu erfinden? Altbewährtes muss nicht unbedingt schlecht sein.

Black Desert Online Screenshot 1
Blick aus luftiger Höhe

Genau so ist es auch hier. Das bekannte Setting ist dem Spielspaß in keinem Falle abträglich. Und Spielspaß verspricht BDO jede Menge, vor allem, wenn man die Welt des MMORPG nicht alleine, sondern mit einem oder mehreren Freunden durchstreift. Ihr habt eine Vielfalt an Möglichkeiten, die sich euch in einem Spiel so selten bietet. Besonders der Charaktereditor zeichnet sich durch extreme Vielfalt aus. Zu Beginn hat man zunächst die Möglichkeit, eine Charakterklasse zu wählen. In der Beta waren hier wohl noch nicht alle Klassen verfügbar, doch die Auswahl war auch so schon ausreichend. Ein Manko war allerdings, dass man je nach gewählter Klasse einen weiblichen oder männlichen Charakter hatte und hier keine Auswahlmöglichkeit bestand. Ein Krieger war beispielsweise immer männlich. Es ist natürlich möglich, dass sich in diesem Bereich bis zum finalen Release noch etwas ändern wird. Habt ihr euch allerdings erstmal für einen Charakter entschieden, bietet der Charaktereditor geniale Möglichkeiten. Neben einer Vielfalt an vorgefertigten Körpermerkmalen, könnt ihr per Maus auch Einfluss auf einzelne Körperpartien und der deren Ausprägung nehmen, so dass ihr euren Charakter sehr frei gestalten könnt.

Black Desert Online Screenshot 7
Wer die Füße schonen will, kann sich auf den Rücken eines Esels oder eines Pferdes schwingen

Einmal im Spiel, könnt ihr euch natürlich darauf beschränken Quests abzuarbeiten, von denen die NPCs jede Menge für euch auf Lager haben. Alternativ könnt ihr die Quests auch nahezu komplett ignorieren und einfach nur wilde Kreaturen bekämpfen. Für die Freiheit liebenden unter euch gibt es aber auch noch viele weitere Möglichkeiten. Ihr könntet euch in einer der Städte ein Haus kaufen und euch um die Einrichtung kümmern und Fischen wäre auch eine Möglichkeit. Außerdem kann man verschiedenen Jobs nachgehen, sich mit dem Kochen oder der Alchemie auseinandersetzen oder ab einem bestimmten Level wilde Pferde einfangen und zähmen. Die Liste könnte man noch eine ganze Zeit lang weiterführen, in den sechs Tagen der Betaphase habe ich mich allerdings auf die Basics beschränkt und in erster Linie Quests abgearbeitet und wilde Kreaturen erlegt. Das Ganze hat sich am Anfang etwas schwierig gestaltet, da in der Betaphase natürlich eine große Menge an Spielern zur selben Zeit begonnen hat und man sich mehr oder weniger mit den anderen um die Monster streiten musste, die ihr in den ersten einführenden Quests zu erlegen habt. Schnell hat man allerdings gemerkt, dass sich das Problem in Luft auflöst, da sich mit laufender Betadauer alles deutlich entzerrt hat. Ab dann konnte man sich problemlos den Quests stellen, ohne dabei erst auf neue Kreaturen warten zu müssen.

Black Desert Online Screenshot 4
Wilde Graufüchse im höhen Gras

So oder so wird es einem in BDO nicht so schnell langweilig. Einer Gilde bin ich in der kurzen Zeit zwar nicht beigetreten, doch ab Level 12 habe ich zusammen mit einem anderen Spieler einige Quests als Party erledigt. Ihr kommt so deutlich schneller voran, da ihr eine Quest, die ihr beide aktuell am laufen habt, gemeinsam absolvieren könnt. Müsst ihr also beispielsweise fünf bestimmte Monster töten, muss das nun nicht mehr jeder von euch machen, sondern es reicht, wenn ihr zusammen fünf Kreaturen erledigt. Auch sonst macht es einfach mehr Spaß, zusammen in der Welt von BDO herumzureisen.

Grafik:

Die Grafik von BDO ist eine echte Augenweide. Gerade im Vergleich mit anderen Online-Multiplayerspielen hat man hier nicht mit Details gegeizt, was sich auf dem Bildschirm deutlich bemerkbar macht. Auch die Bleuchtungseffekte und Kampfanimationen haben mir sehr gut gefallen. Insgesamt ist die Grafik auf jeden Fall ein deutlicher Pluspunkt des Spiels.

Ich habe außerdem ein bisschen Bildmaterial für euch, so dass ihr euch selbst ein Bild machen könnt. In dem Video seht ihr einen Teil einer Stadt und einige Kampfszenen:

Musik:

Die Hintergrungmusik ändert sich abhängig vom Ort und ist meistens sehr stimmig. Auch die Geräuscheffekte, beispielsweise beim Kämpfen, sind passend und gefallen. Insgesamt gibt es an der Musik im Grunde nichts auszusetzen. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich persönlich auch gerne eigene Musik höre und die Spielmusik stumm stelle, wenn ich mir solche Spiele vornehme. Diese Möglichkeit hat man natürlich immer, doch kann man hier mit Sicherheit auch mit der integrierten Hintergrundmusik glücklich werden. Positiv ist mir in dem ganzen Zusammenhang auch aufgefallen, dass Programme wie Spotify, die ich dann im Hintergrund geöffnet hatte, keinerlei negative Auswirkungen auf die Performance des Spiels hatten.

Fazit:

Die Betaphase hat mir einen ersten Eindruck von BDO vermittelt, der fast durchweg positiv war. Natürlich gab es kleinere Bugs (sonst wären die Testphasen ja auch fast überflüssig), doch insgesamt lief das Spiel fast problemlos und die Server schienen sehr stabil. Spieler mit Rollenspielerfahrung finden sich recht schnell im Game zurecht. Mich persönlich hat das Spiel ein wenig an Oblivion erinnert, nur eben mit Multiplayfunktion und mehr Möglichkeiten. Der Spielspaß kommt auf keinen Fall zu kurz, ist allerdings nochmal deutlich höher, wenn man sich zusammen mit einem oder mehreren Freunden ins Abenteuer stürzt. Besonders positiv hervorzuheben ist auch das Bezahlmodell des Spiels. Um das Spiel spielen zu können, reicht es, wenn ihr euch ein Vorbestellerpaket eurer Wahl sichert, oder das Spiel nach Release einmalig erwerbt. Ein Abo-System existiert nicht.

Für Fans von RPGs und/oder MMORPGs ist BDO auf jeden Fall zu empfehlen. Alle, die sich noch unschlüssig sind, haben auch die Möglichkeit von einem Vorbesteller des Spiels einen Gast-Zugang für 7 Tage zu erhalten, so dass sie sich das Spiel erst einmal anschauen können.

Für alle die am Spiel interessiert sind, schaut doch mal vorbei:

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Black Desert Online
  • 8/10
    Setting und Spielspaß - 8/10
  • 9/10
    Grafik - 9/10
  • 7/10
    Musik - 7/10
8/10
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