Buch Kritik: Gwenda Bond – Stranger Things – Suspicious Minds: LOVE, PEACE UND MKULTRA

Stranger Things - Suspicious Minds
© Randomhouse © Netflix

Mit Stranger Things haben Netflix und die Brüder Matt und Ross Duffer vor drei Jahren buchstäblich den Nerv der Zeit getroffen – 80er Jahre Retronostalgie lag zuvor schon eine ganze Weile im Trend: Im Internet kursierten obskure Genres wie Synthwave- und Vaporwave, welche die Ästhetik der 80er Jahre Popmusik aufgriffen und mit einer eigenen Konnotation versahen. Mit dem apokalyptischen Coming of Age-Movie Donnie Darko umrahmte Regisseur Richard Kelly schon Anfang der 00er-Jahre diese Ära – später folgten etwa mit Nicolas Winding Refns Neo-Noir Drive ebenfalls eine Hommage an wortkarge 70er Jahre Archetypen, gepaart mit der Neon-Ästhetik und dem Synthie-Score der 80er. Und schon fünf Jahre vor Stranger Things versuchte sich der spätere Star Wars-Regisseur JJ Abrams mit Super 8 an einer in den 80er Jahre verwurzelten Geschichte, die sich um eine Clique von jungen Teenagern in einer US-amerikanischen Kleinstadt dreht, die in eine Verschwörung um mysteriöse extraterrestriale Geschehnissen geraten. Gewissermaßen war Super 8 der spirituelle Vorgänger zu Stranger Things. Und erst der treffsichere Hype von Stranger Things generierte zahlreiche Nachahmer: GLOW, Summer of 84, Ready Player One, die neuen Verfilmungen von Stephen King’s ES (das Original spielt in den 50ern), um nur einige Beispiele zu nennen.

Die schillernde Magie der 80er geht nicht nur auf die sehr eigene Mode und Popkultur zurück, sondern auch die Interimsphase zwischen vollständig analoger und digitaler Technologie (keine Vernetzungstechnologien wie Internet und Social Media, gleichzeitig aber auch die Gegenwärtigkeit von digitalen Unterhaltungsmedien) und die Unsicherheiten des Kalten Krieges zurück. Verortet aus der Sicht von jungen Heranwachsenden, die quasi noch wirklich miteinander interagieren müssen, um sich die Welt zu erschließen, spricht die Serie offenbar ganz archaische Gefühle in allen Altersdimensionen an, und zementiert damit ihren Erfolg.

Der Erfolg ist dann letztlich auch ausschlaggebend für die dazugehörige Prequel Roman-Reihe, welche die Lore um die US-Amerikanische Kleinstadt Hawkins, Indiana – um Eleven und die Machenschaften des mysteriösen Dr. Brenner vertiefen soll. Mit Stranger Things – Suspicious Minds, benannt nach dem gleichnamigen Elvis-Song, erschien Ende Februar der erste Band der Reihe – mit Stranger Things: Finsternis just heute der zweite Band.

Kurz vor Erscheinen der heiß erwarteten dritten Staffel am 4. Juli, passend zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, schauen wir in uns die Romane mal näher an – beginnend mit dem besagten Suspicious Minds.

LOVE, PEACE UND MKULTRA – STORY

Entgegen der langen und breiten Ausführung zur 80er Retrowelle, spielt Suspicous Minds aber nicht zur Zeit der Stranger Things-Serie, sondern grob 20 Jahre früher – Nämlich Ende der 60er, an der Schwelle zu den wilden 70er Jahren – einer mindestens ebenso ikonischen Ära. 1969 wütet der kontroverse Vietnam-Krieg seit nunmehr 14 Jahren – Er ist der wohl prominenteste Stellvertreterkrieg im Kalten Krieg und sollte später als Amerikanisches Trauma in die Geschichte eingehen. Auch war es der erste Fernsehkrieg der Menschheitsgeschichte, ein medial mitverfolgbarer Alptraum – In diesem Zuge bildete sich bereits ab den 50ern eine Gegenbewegung, die sich den marktwirtschaftlichen Konsumpraktiken entzog, den Nonkonformismus lebte und dem Krieg aktiv kritisch gegenüberstand. Nicht zuletzt wurden die Hippiekultur und Flower-Power-Bewegung durch die Studierendenschaft in den USA getragen.

In diesem Milieu spielt Suspicious Minds dann auch: Hauptprotagonistin ist die junge Terry Ives, die in der Serie als psychisch desolate Mutter von Eleven vorgestellt wird. In Suspicious Minds hingegen ist sie noch eine quirlige, kritisch hinterfragende Studentin, die sich im Umfeld einer gemäßigten Counter Culture bewegt. Ihr Vater diente seinerzeit im zweiten Weltkrieg und ging nach Ende des Krieges als traumatisierter Heimkehrer zurück in die Vereinigten Staaten. Ihr Vater war dennoch stets ein empathischer und liebevoller Mensch – Die Mutter in dieser Konstellation ebenso eine starke moralische Unterstützerin. Aus diesem Umfeld hat Terry dann auch gelernt in größeren Zusammenhängen zu denken. Doch ihre Eltern sind bei einem Unfall ums Leben gekommen, lediglich ihre resolute Schwester ist noch als einziger Bezugspunkt geblieben. Die wiederum kann sich mit der studentischen Subkultur nur bedingt identifizieren und zeigt eher wenig Verständnis für Terrys Kritik an den Verhältnissen – dennoch ist sie als geerdeter Ankerpunkt wichtig für Terry. Darüber hinaus hat Terry mit Andrew einen sanftmütigen Partner an ihrer Seite, ein ebenso kritischer und loyaler Geist und Philosophiestudent an der lokalen Universität.

Die Dinge nehmen ihren Lauf, als Terrys Mitbewohnerin Stacey gegen ein vergleichsweise hohes Entschädigungsentgelt an einem von der Regierung in Auftrag gegebenen Experiment im Hawkins National Laboratory teilnimmt, bei welchem sie eine hohe Dosis LSD versetzt bekommt. Eingeschüchtert von dem Acid Trip, beschließt sie Abstand von der Teilnahme zu nehmen. Terry hingegen wittert hinter dem mysteriösen Experiment etwas Größeres und beschließt, sich als Stacey auszugeben und die Tests fortzusetzen – in der Annahme, dass sie damit etwas Bedeutsames für die Welt bewirke.

Der sinistere Dr. Martin Brenner, einer der zentralen Antagonisten in der ersten Staffel der Serie, zeigt sich aber wenig transparent ob der Methodiken, attestiert Terry aber ein „hohes Potential“ – Gemeinsam mit anderen Testteilnehmer*Innen – der handwerklich begabten Alice Johnson, der farbigen, äußerst klugen und ambitionierten Gloria Flowers und dem angeblich hellseherisch begabten Ken, bildet sie eine Art Inner Circle, die dem Treiben im Hawkins Lab auf den Grund gehen– Anlass dafür gibt nämlich die Entdeckung eines Kindes, das scheinbar die Einrichtung bewohnt, Kali genannt wird und Brenner Papa nennt (Kali ist bereits aus der zweiten Staffel bekannt) – Allerdings fordern die Ermittlungen einen zunehmend hohen Preis.

INTERESSANTER ANSATZ FÜR DAS ERWEITERTE STRANGER THINGS-UNIVERSUM

Für Suspicious Minds ist Gwenda Bond verantwortlich – Die New Yorkerin ist für zahlreiche Bestseller im Jugendroman-Bereich verantwortlich und hat auch mit Lizenzarbeiten einige Erfahrungen gesammelt. So hat sie im Superman-Universum eine dreiteilige Romanreihe zu Clark Kents Loveinterest Louis Lane geschrieben (Fallout, Double Down, Tripple Threat) sowie die Cirque American-Serie, die sich um die Heldinnen des DareDevil-Universums dreht, und dem Ganzen einen Mystery-Anstrich verpasst. Der Umgang mit Elementen aus dem Mystery-/Supernatural-Bereich in Kombination mit serialisierten Comicstoffen macht sie natürlich zu einer interessanten Wahl für den literarischen Ausbau eines Universums, das auf einer festen Grundlage steht.

Und tatsächlich erweitert sie das Universum behutsam und gleichermaßen mit eigenen Akzenten, die das Buch durchaus mit einem Mehrwert für Fans der Serie ausstattet. Zunächst setzt man auf eine ähnlich mit Emotionen beladene Zeit wie eben die 1980er – Woodstock. Freie Liebe. Neue Lebenskonzepte. Vietnam – Obgleich wir nicht zwingend in dieser Zeit sozialisiert worden sind, evoziert sie doch sehr greifbare Assoziationen- und natürlich auch Emotionen. Die 60er sind ein Jahrzehnt, welches wir ebenso wie die 80er Jahre in erheblichem Maße romantisieren. Da Hawkins uns visuell bereits aus der Serie bekannt ist, können wir als Leser*Innen die 60er Kulisse relativ einfach darüberstülpen, ohne dass Bonds allzu viel Beschreibungsarbeit liefern muss.

Schön sind die Konflikte, die sich aus dem zeitgeistigen Rahmen ergeben und die der Stranger Things-Formel was neues hinzufügen: So studiert Gloria Flowers Biologie und muss sich als Farbige in den 60ern gleichermaßen mit der rassistischen Diskriminierung auseinandersetzen, aber auch als Frau in einem männerdominierten Umfeld. Nur deshalb etwa ist sie als Studentin Teil des Experiments geworden, weil sie ihre Versuchspersonenstunden erfüllen muss, die ihr an der Uni selbst aufgrund der Hautfarbe verwehrt geblieben sind. Die quirlige Alice wiederum kommt aus einer Arbeiterfamilie mit vielen Brüdern und schraubt für ihr Leben gerne an alten Autos. Sie will sich einen Wagen anschaffen, auf den sie spart und wo die hohe Aufwandspauschale wie gerufen kommt – gleichsam zeigt sie manchmal Komplexe ob ihres nichtakademischen Backgrounds. Ken wiederum behauptet lediglich, dass ihm seine Fähigkeiten offenbart hätten, dass er da sein müsse.

Auch Andrew ist in dieser Riege ein interessanter Charakter – Der Partner von Terry ist Philosophiestudent und versucht sein Studium künstlich in die Länge zu ziehen, um nicht von der U.S. Army nach Vietnam einzogen zu werden, wo viele Altersgenossen im Dschungel sterben. Ein Umstand, den Brenner später noch ausnutzen soll.

Die Figuren sind sympathisch und harmonieren gut miteinander und fühlen sich auch recht organisch an – bleiben aber abseits ihres Wirkens im Kontext der Experimente trotzdem ein wenig zu oberflächlich. Hier hätte ich mir noch mehr gesellschaftliche Aspekte gewünscht, die umrissen werden und nicht nur als Stichworte für die Handlungsmotivation herhalten müssen.

Merkwürdig blass bleibt erneut Dr. Martin Brenner: Er wirkt genauso unterkühlt und arrogant wie in der Serie. Hier dürfte er aber wesentlich jünger sein, ein Umstand, der aber nicht wirklich ausgeleuchtet wird – seine wirklichen Interessen werden aber lediglich als extrem rational-nüchternes Forschungsinteresse definiert: Er ist nicht im klassischen Sinne böse. Weder ist er fanatischer Patriot, noch ist er interessiert an ausgeprägtem Machtzugewinn – Er forscht schlicht und ergreifend. Für ihn ist die wissenschaftliche Erkenntnis mehr wert als ein menschliches Leben. Easy as that, und dabei gleichzeitig so furchtbar ernüchternd. Andererseits bleibt er bis zuletzt eine ambivalente Chiffre, seine passive Haltung macht ihn jedenfalls zu einem schwer „dämonisierbaren“ Widersacher – trotz aller Gräuel, die er vollzieht.

Der Roman ist dabei zugleich ein wenig nihilistischer und düsterer geraten als die Serienvorlage: Diese hatte durch ihren Schwerpunkt auf eine vergleichsweise unschuldige Kinder-Gruppe immer diese E.T.-artigen lichten Momente. Hier wird aber gegenseitig ausgespielt, hier werden Experimente bar jeder Ethik durchgeführt, die z.T. an Folter grenzen und es gibt keinen wirklichen Antagonisten. Das macht den Roman schwerer greifbar als die Serie. Trotzdem: Die Interaktion in der Clique macht Spaß, wenngleich oberflächlicher Natur, die popkulturellen Referenzen

Und der Roman beantwortet durchaus einige relevante Fragen zur Serie: Wer ist Elevens Vater? Hat auch ihre Mutter schon ähnliche Fähigkeiten entwickelt und was hat konkret zu ihrem katatonischen Zustand in der Show geführt? Die Ursprünge der verfallenen Upside-Down-Welt und der Demigorgons bzw. Mind Flayers. Und gewissermaßen erhalten auch neue Fähigkeiten Einzug ins Stranger Things-Universum: Die mit Elektroschocks traktierte Alice vermag nämlich nicht nur erste Einblicke ins Upside-Down zu vollziehen, sondern auch Blicke in die Zukunft – gewissermaßen also Zeitreisen. Da mag man sich fragen, ob diese Handlungselemente auch kanonisch für die Serie werden. Ich würde mir es als besonderen Fanservice wünschen.

Worauf der Prequel-Roman natürlich auch setzt, sind die vielfältigen Popkulturreferenzen: In dem Fall wird etwa fleißig auf Herr der Ringe referiert – Damals wurde Tolkiens Fantasy Epos nämlich von der Counter Culture wegen der antimaterialistischen, antikriegerischen und der umweltbewussten Lesarten häufig rezipiert und entwickelten sich in diesen Kreisen zur einflussreichen Lektüre (ähnlich wie Robert A. Heinleins Stranger in a Strange Land). Aber auch auf die Western-Shows um Butch Cassidy oder The Wild Bunch wird verwiesen – und natürlich auf die X-Men von Marvel. Insofern finden popkulturaffine Leser durchaus viele unterhaltsame Easter Eggs.

SCHREIBSTIL

Leider ist das Pacing ab und an ein wenig unbeholfen geraten. Häufig folgen die Handlungsstränge in unterschiedlichen, wenig aufeinander abgestimmten Tempi aufeinander. So sind einige Passagen extrem kurzweilig geraten und lassen sich gut lesen – andere sind wiederum recht zäh geraten. Zwischen den Polen gibt es wenige Grauzonen. Zugleich fand ich die etwas düstere Tonlage recht spannend, die Umsetzung dann aber doch zu „kindlich“: Bei der TV-Serie passt der Ton zu den kindlichen Protagonisten, hier haben wir es allerdings mit College-Studenten zutun – Da hätte ich mir etwas komplexere Dialoge und einen literarischeren Stil gewünscht. Mir ist klar, dass Gwenda Bond in erster Linie Young Adult-Fiction schreibt – aber hier hätte man „mehr“ Fans unterschiedlicher Altersstufen ins Boot holen können. Und wie gesagt: Die Prämissen der Charaktere sind vielversprechend, werden aber genauso wenig eingelöst, wie es dann der zeitgeistige Rahmen tut. Auch aus dem 60er Setting hätte man analog zu den komplexeren Charakteren mehr rausholen können. Aber vielleicht hat man befürchtet, dass sich der Tenor zu weit von der Vorlage entfernt. Die MKUltra-Referenzen mit den Experimenten fand ich durchgehend sehr intensiv aufbereitet, zumal das Programm um Experimente mit bewusstseinserweiternden Substanzen ja mittlerweile nicht mehr von der US-Regierung geleugnet wird. Hier wirkt das Hawkins Lab noch eine Spur beklemmender und bedrohlicher als in der Serie – zumal die Regierung hier auch unmittelbar in die privaten Verhältnisse der Protagonisten eingreift. Spannende Themen, die man hätte „intensiver“ anpacken können.

Die Übersetzung ist weitgehend okay geraten – Einige seltsame Satzbaukonstruktionen kommen dennoch vor – und auch das Lektorat hat nicht immer ganz sauber gearbeitet. Dennoch würde ich hier eine weitgehend solide Gesamtleistung attestieren.

Fazit:

Gwenda Bond hat mit Suspicions Minds das Stranger Things-Universum behutsam erweitert und dem Ganzen einige spannende neue Aspekte abgerungen. Mit den späten 60er und beginnenden 70ern hat man eine ebenso ikonische Ära abgebildet, wie es die Serie mit den schillernd-schummrigen 80ern tut. Terry, Elevens Mutter, wird hier als junge quirlige Studentin gezeigt, die mit einer Riege sehr unterschiedlicher Freunde dem Geheimnis von Dr. Martin Brenner und den Experimenten in den Hawkins Labs auf die Schliche kommt – Die finalen Konsequenzen sind hart. Der Erzählton ist eine ganze Ecke düsterer und nihilistischer als in der vergleichsweisen leichtfüßigen Serie und verhandelt auch einige ernste Thematiken. Leider wird das Potential nicht gänzlich ausgeschöpft: Weder kann die Nostalgie der 60er in Gänze heraufbeschworen werden, noch bekommen die sympathischen Charaktere die durchgehende Tiefe, die ihnen gebühren würde. Und auch das Erzähltempo schwankt teilweise erheblich und fühlt sich dabei nicht intentional an: Manche Passagen lesen sich rasant weg, andere ziehen sich wie Gummi. Als großer Fan der Serie hat mich die Erweiterung der Lore trotzdem gut unterhalten, ich freue mich auf Finsternis und bin auch von der dritten Staffel bislang sehr gehypt.

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Stranger Things - Suspicious Minds
  • Handlung
  • Charaktertiefe
  • Erzählweise
  • Unterhaltungsfaktor
  • Schreibstil
3.5

Fazit

Gwenda Bond hat mit Suspicions Minds das Stranger Things-Universum behutsam erweitert und dem Ganzen einige spannende neue Aspekte abgerungen. Mit den späten 60er und beginnenden 70ern hat man eine ebenso ikonische Ära abgebildet, wie es die Serie mit den schillernd-schummrigen 80ern tut. Terry, Elevens Mutter, wird hier als junge quirlige Studentin gezeigt, die mit einer Riege sehr unterschiedlicher Freunde dem Geheimnis von Dr. Martin Brenner und den Experimenten in den Hawkins Labs auf die Schliche kommt – Die finalen Konsequenzen sind hart. Der Erzählton ist eine ganze Ecke düsterer und nihilistischer als in der vergleichsweisen leichtfüßigen Serie und verhandelt auch einige ernste Thematiken. Leider wird das Potential nicht gänzlich ausgeschöpft: Weder kann die Nostalgie der 60er in Gänze heraufbeschworen werden, noch bekommen die sympathischen Charaktere die durchgehende Tiefe, die ihnen gebühren würde. Und auch das Erzähltempo schwankt teilweise erheblich und fühlt sich dabei nicht intentional an: Manche Passagen lesen sich rasant weg, andere ziehen sich wie Gummi. Als großer Fan der Serie hat mich die Erweiterung der Lore trotzdem gut unterhalten, ich freue mich auf Finsternis und bin auch von der dritten Staffel bislang sehr gehypt.

ALLGEMEINE ANGABEN:

  • Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (18. Februar 2019)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 332810464X
  • ISBN-13: 978-3328104643
Über Martin Pilot 324 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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