CAPCOM: Der Publisher gewinnt eine Patentverletzungsklage gegen Koei Tecmo

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© CAPCOM © KOEI TECMO

Seit vielen Jahren schon zieht sich zwischen den japanischen Publishern Capcom und Koei Tecmo ein Rechtsstreit fort, bei dem es um Patentverletzungen geht. Wie CAPCOM heute bekanntgab, hat das Unternehmen die letzte Klage für zwei Patente in zweiter Instanz vor dem Amtsgericht in Osaka gewonnen.

Angesichts der Patentverletzungsklage, muss Koei Tecmo nunmehr eine Entschädigung in Höhe von 143,8 Mio. Yen zahlen, was in etwa 1.21 Mio. EUR entspricht. Die Summe setzt sich zusammen aus Entschädigungsansprüchen in Höhe von 130,773,710 Yen und 13.07 Mio. Yen, die für Anwälte- Gutachten- etc. draufgegangen sind.

Konkret geht es um die folgenden Patente:

Patent A: (Patent Nr. 3350773)

Hier geht um ein Patent bzgl. eines Verfahrens zur Freischaltung von Bonusinhalten, wenn die DVD-ROM des neuesten Titels einer Spielserie in die Konsole eingelegt wird, und vorab die DVD-ROM eines vorherigen Titels der Spielserie in die Konsole eingesetzt wurde.

„The Patent relates to methods for unlocking bonus content when the DVD-ROM of the latest title of a game series is set in a game console, by placing the DVD-ROM of the previous title of the game series into the console.“

PATENT B: (Patent Nr. 3295771)

Dieses Patent bezieht sich auf Hinweise und Informationen für den Spieler über Dinge, die „visuell nicht wahrnehmbar sind (etwa die Anwesenheit eines Feindes hinter dem Spieler)“, indem zum Beispiel der Controller vibriert. Dies geschieht dann, wenn festgestellt wird, dass die Situation im Spiel bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Die Klage geht dabei auf das Jahr 2014 zurück. Schon damals klagte CAPCOM mit Verweis auf die Verletzung der beiden Patente. Damals wurde aber ausschließlich die Verletzung von Patent B anerkannt, was darauf hinauslief, dass Koei Tecmo 5.17 Mio. Yen zahlen mussten, was etwa. 50.000 US-Dollar entsprach.

Quelle:

CAPCOM

Über Martin Pilot 383 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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