CS:GO trifft auf League of Legends: VALORANT

©Riot Games

Das wohl bekannteste Spiel von Riot Games ist League of Legends. Jedoch könnte die amerikanische Entwicklungsfirma mit VALORANT in der Free-to-Play-Multiplayer Branche noch weiter aufsteigen.

VALORANT ist ein teambasierter Ego-Shooter, so wie Counter-Strike: Global Offensive, mit Elementen aus League of Legends oder Overwatch: viele Farben, einzigartige Charaktere und noch einzigartigere Fähigkeiten und Ultis. Wie auch aus anderen Spielen dieser Art bekannt, braucht es viel Präzision und Koordination, um zu gewinnen. Man kann sich mit dem eigenen Team über Sprachchats oder normale Textchats verständigen und die eigene Vorgehensweise planen.

Spielprinzip:

Ein Spiel besteht aus 13 – 25 Runden. Es gibt zwei Teams mit jeweils fünf Spielern: ein Angreifer- und ein Verteidigungsteam. Das Ziel des Angreiferteams ist, eine Bombe (Spike) in markierten Zonen zu platzieren und dafür zu sorgen, dass sie explodiert.  Die Verteidigung hingegen muss entweder verhindern, dass der Spike platziert wird, oder ihn entschärfen. Jede Runde läuft auf einem 100-Sekunden-Timer. Wenn die Angreifer es in dieser Zeit schaffen, entweder das gegnerische Team komplett auszulöschen oder ihren Spike zum Explodieren zu bringen, gewinnen sie. Wenn die Verteidigung es jedoch schafft, entweder den Spike zu entschärfen oder das gegnerische Team zu eliminieren, siegen diese.

Der Gewinner ist, wer als erstes Team dreizehn mal einen Sieg erringen kann. Dies erklärt, warum es so große Unterschiede es bei der Rundenlänge gibt: Manche beenden das Spiel bereits nach dreizehn Partien (13:0), oder müssen bei einem 12:12 das bessere Team bestimmen. Wenn es nach den ersten 13 Runden noch keinen Gewinner gibt, werden die Rollen getauscht: Die Angreifer werden zu Verteidigern, die Verteidiger zu Angreifern.

Karten:

Momentan gibt es nur 3 Maps, die vor jedem Spiel zufällig ausgewählt werden: Bind, Split und Haven. Alle drei besitzen unterschiedliche Designs. Bind und Split besitzen zwei Bereiche, in denen der Spike platziert werden kann, auf Haven gibt es drei. Bis zur Veröffentlichung von Valorant wird es aber noch mehr Karten geben.

Agenten:

Bevor das Spiel anfängt, hat jeder die Möglichkeit, einen Agenten zu wählen, wobei es pro Team keinen doppelten gibt. Jeder dieser Agenten hat seine eigenen Fähigkeiten und gehört einer Klasse an.
Die ersten fünf automatisch freigeschaltenen Agenten:

Sova (Initiator): Sovas Stärke ist es, mit seinem Bogen Gebiete und Feinde aufzudecken, was vor allem dann hilfreich ist, wenn das gegnerische Team campt. Seine Ulti besteht aus bis zu drei Energiestößen, die auch durch Wände gehen und beim Gegner hohe, und auch tödliche, Schäden verursachen.

Jett (Duellantin): Jetts Stärke ist der Wind. Sie benutzt ihn, um sich durch die Luft zu katapultieren, was es ihr ermöglicht, Angriffen auszuweichen. Außerdem kann sie mit Luftbällen den Gegnern die Sicht nehmen. Ihre Ulti besteht aus Wurfmessern, die sie auf ihre Gegner werfen kann und die sich aufladen, wenn der Gegner durch ihren Angriff getötet wurde.

Phoenix (Duellant): Seine Stärke ist das Feuer. Er kann Feuerkugeln werfen, um den Gegner zu blenden, Feuerwände errichten, die hohen Schaden zufügen, aber auch dem eigenen Team Zeit zur Sortierung geben können. Auch seine Feuerpfütze fügt dem Gegner hohen Schaden zu und heilt den eigenen Charakter, wenn er darin steht. Seine Ulti besteht mehr oder weniger darin, dass er einen Speicherpunkt für sich selbst erschaffen kann. Wenn der seine Kraft einsetzt, wird an der aktuellen Stelle dieser Savepoint errichtet und von da an kann er 10 Sekunden lang machen, was er will. Wird er innerhalb dieser Zeit getötet, oder läuft der Timer ab, spawnt er an der vorherigen Stelle mit voller Gesundheit wieder.

Sage (Wächterin): Ihre Stärke ist Wasser, Eis und Heilung. Sie kann stabile Eiswände errichten und eine Eisfläche erzeugen, die den Gegner verlangsamt und lauter macht. Außerdem besitzt sie Heilungskräfte, die sie entweder bei sich selbst, oder ihren Teammitgliedern anwenden kann. Ihre Ulti ist die Wiederbelebung ihrer Teammitglieder.

Brimstone (Taktiker): Seine Stärke ist Rauch und Feuer. Er kann in einem bestimmten Bereich die Feuerrate seines Teams erhöhen, Brandbomben abfeuern oder an bis zu drei ausgewählten Orten Rauchwolken erzeugen, die die Sicht versperren. Seine Ulti ist ein Laser, der Gegnern, die sich in einem bestimmten Bereich befinden, sehr großen Schaden zuzufügen.

Um die Ulti eines Charakters auszuführen, benötigt man 7 Punkte, die man entweder durch Kills oder über auf der Map verteilte Orbs bekommen kann.

Shop:

Zu Beginn des Spiels und vor jeder Runde kann man sich im Shop Waffen und charakterspezifische Fähigkeiten kaufen. Anfangs startet man mit nur 800 Creds. Mit jeder Partie kann man durch Verwendung der Fähigkeiten, Kills, Platzieren oder Entschärfen des Spikes, etc. Creds verdienen, mit denen man vor jeder Partie seine Fähigkeiten aufladen und/oder Schilde, Sekundärwaffen, Schrotflinten, Gewehre, Maschinengewehre oder Scharfschützengewehre kaufen kann.

Je mehr man spielt, desto mehr XP (Experience Points) bekommt man. Je mehr XP man bekommt, desto mehr Challenges kann man abschließen und hochleveln. Damit kann man Agenten, Banner, Titel, Graffiti etc. freischalten. Auch Radianit Points kann man sich verdienen, mit denen man seine Waffen aufwerten kann, beispielsweise durch die Ehrhöhung der Feuerkraft. Des Weiteren kann man auch Grafikeffekte, Sound und Finisher abwandeln.
Es gibt auch sogenannte Valorant Points (VPs), die man nur gegen echtes Geld bekommt. Mit VPs kann man hauptsächlich Premium-Skins kaufen.

 

Momentan befindet sich Valorant noch in einer Closed Beta, was bedeutet, dass nur eine begrenzte Anzahl an Spielern den Shooter testen kann. Dafür benötigt man einen Code bzw. sogenannte Drops, die man erhält, indem man seinen Riot Games-Account mit seinem Twitch-Account verknüpft und sich anschließend damit Valorant Streams anschaut, bei denen die „Drops“ aktiviert sind. Es reicht, zuzuschauen, mann muss nicht interagieren, also kommentieren oder Streamer abonnieren. Wer Drops erhält, wird durch das Zufallsprinzip bestimmt, wobei die Wartezeit von wenigen Minuten bis hin zu mehreren Tagen oder Wochen hin variieren kann. Dies kann frustrierend sein, wenn man bereits mehrere Tage Streams anschaut und nichts bekommt, während andere Personen schon nach einem Tag erfolgreich waren. Diese Art der Beta wird deswegen verwendet, weil es anscheinend nicht genügend Kapazitäten gibt, um so viele wie wollen spielen zu lassen. Riot Games arbeitet jedoch daran, so vielen wie möglich Zutritt zu VALORANT zu gewähren.

 

VALORANT wird im Sommer 2020 für Windows erscheinen und, wie League of Legends auch, kostenlos spielbar sein.

 

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