Death Stranding: Neue inhaltliche und spielmechanische Details

Death Stranding
©2018 Sony Interactive Entertainment LLC.

Im Kontext des 2019 Tribeca Film Festivals in New York hat Entwicklerlegende Hideo Kojima von den Kojima Production Studios einige neue Details zum kommenden Death Stranding bekanntgegeben, sowohl inhaltlicher als auch spielmechanischer Natur.

So werden in Death Stranding mitunter auch “Antikriegs”- und “Anti-Atomkraft”-Botschaften vermittelt. Zur Einordnung in ein Genre sagte Kojima, dass es sich um ein Actionspiel handele, genauer um ein Open World-Actionspiel. Es sei allerdings wirklich neu. Er betonte unseren Grad der Vernetzung über das Internet, was das für uns bedeutet, und was derzeit in Europa und den U.S.A. passiere, und dass das auch Teil von Death Stranding sein werde.

Außerdem sprach er über das FOB-System (Forward Operating Base) von Metal Gear Solid V – Die Basen waren Aussenposten der Mother Base und dienten in MGS5 als Ressourcenquellen, Levelpunkte und PvP-Schnittstellen, da sie von fremden Spieler*Innen angegriffen werden konnten. Einige Aspekte dieses Features werden sich wohl auch in Death Stranding wiederfinden.

Es gibt außerdem Funktionen, mit denen Spieler*Innen die Kamera manipulieren können. Inwiefern das in den Spielablauf eingebunden wird, wurde nicht weiter genannt.

Schauspieler Norman Reedus (vor allem bekannt als Daryl Dixon in The Walking Dead) sagte, dass das Spiel zwar durchaus gewalttätige Elemente enthalten wird, das Spiel jedoch inhaltlich tiefer sei und sich nicht auf die Gewalt reduzieren lasse. Außerdem werde der von ihm gespielte Charakter “viele Spielzeuge” haben.

Kojima sagte, dass er seine Vision nicht zugunsten von Marketing-Feedback-Ratings verändern werde. Death Stranding mache auch spielerisch Spaß. Norman Reedus ergänzte, dass es Szenen im Spiel gäbe, die einen Rekord aufstellen würden.

Zum Detailgrad heißt es: Kojima hätte Reedus’ neue Tattoos seit den ersten Körperscans in das Spiel aufgenommen. Sofern neue Tattoos hinzukämen, würden auch diese ins finale Spiel aufgenommen werden.

Kojima arläuterte auch mechanische Facetten zur Open World: In dem Zusammenhang sagte er, dass Spieler*Innen sich zwar frei bewegen können, sie könnten auch überall im Spiel hingehen, wohin sie möchten. Allerdings ginge es dann in der Geschichte nicht voran. Er lasse die Spieler tun, was sie wollen, aber sie könnten in der Geschichte nicht weitermachen. Die Menschen sollen die Freiheit genießen, diese Entscheidung treffen zu können.

Auf eine Frage aus dem Publikum hin, ob er glaube, dass Leute bei seinem Spiel weinen werden, antwortete Reedus: “Ja, du wirst auf so viele Arten emotional involviert. Mad’s Charakter (der Schauspieler Mads Mikkelsen, Anmerkung der Redaktion) ist so intensiv.”

Hideo Kojima sagte, dass Spieler*Innen möglicherweise Ähnlichkeiten zu dem sehen werden, was derzeit in Europa passiere. Er wolle, dass die Leute das Spiel einerseits genießen, aber auch die lebensweltlichen Bezüge und Verbindungen sehen.

Insofern scheint Death Stranding auch durchaus ein politisches Spiel zu sein. Möglicherweise wird die Flüchtlingsthematik in irgendeiner Form ebenfalls thematisiert.

Bei Facebook postete Mads Mikkelsen ein Videoextrakt des Panels:

 

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