Faszinierend – von Sony patentierter Roboter-Begleiter

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Ein Trend, der die Spielewelt in letzter Zeit unbestreitbar verändert hat, war die Explosion von Videospielen als soziale Aktivität.

In der Vergangenheit hätte das so aussehen können, als würde man ein Geschwister rufen, der einem bei einem harten Endgegner helfen solle, oder auf dem Bildschirm beisteht, um in einem Multiplayer-Match mit geteiltem Bildschirm zu gewinnen. Sowohl die verbesserte Internetverbindung als auch das weit verbreitete Interesse an Livestreaming haben das kollaborative Spielen für viele zu einem primären Gaming-Outlet gemacht.

Für jeden Twitch-Star, der seine Kunssttücke mit seinem engagierten Publikum teilt, ist es jedoch ein Einzelspieler, der sich wünscht, jemand würde seine Erfolge im Spiel gemeinsam mit ihm verfolgen.

Wie bekannt, sind Patentanmeldungen besonders in der Videospielbranche äußerst regelmäßig. Viele kommen nie kommerziell zustande, aber einige sind faszinierend.

Dies ist der Fall bei diesem kleinen Roboter, dessen von IGN gefundenes Patent von Sony beim amerikanischen Patentamt hinterlegt wurde . Nach den dargestellten Abbildungen hätte dieser Begleiter keinen Mund, aber Arme, Beine und zwei große Augen. Im Text steht, dass dieser Roboter autonom wäre und sogar die Rolle eines zweiten Spielers übernehmen könnte.

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Das Patent von Sony beschreibt seinen hypothetischen Roboter als Joint Viewing Player. Dies ist nur die besondere Art der Formulierung, die keinen passiven Zuschauer, sondern einen aktiven Teilnehmer an einem Spielerlebnis impliziert, unabhängig davon, ob der Roboter tatsächlich einen Controller hält oder nicht. Es werden Daten zitiert, nach denen diejenigen, die neben einem Beobachter spielen, motivierter sind, was darauf hindeutet, dass der Spieler einen Nettovorteil erfahren würde, wenn sein Roboter diese Sensation vermitteln könnte.

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„Es wird erwartet, dass die Affinität des Benutzers zum Roboter zunimmt und dass die Motivation zum Spielen dadurch verbessert wird, dass der Roboter das Gameplay neben dem Benutzer beobachtet und mit ihm glücklich oder traurig ist. Wenn wir nicht nur an Spiele, sondern auch an Filme und Fernsehprogramme und dergleichen denken, wird erwartet, dass der Benutzer den Inhalt mehr schätzt, wenn er ihn in Begleitung des Roboters betrachtet, als wenn er ihn alleine betrachtet.“

Vor allem würde dieser Roboter mit einer „Gefühlsabzugseinheit“ ausgestattet sein, die in der Lage ist, auf bestimmte einfache Emotionen von Spielern zu reagieren, die von Freude über Wut bis hin zu Zärtlichkeit und Überraschung reichen, sowie mit einem Sensor, der Herzfrequenz und Schwitzen messen kann.

Außerdem hätte er eine „Liebes“-Messung, die die Reaktionen des Spielers analysiert, um festzustellen, ob er geschätzt wird oder nicht, und ihm ermöglicht, seine Reaktionen anzupassen oder sie nicht mehr zu haben. Aus Sonys Sicht wurde dieser Roboter entwickelt, um Spieler zum Spielen und Reagieren zu motivieren, auch ohne eine reale Person neben ihnen.

Dem Patent zufolge ist auch eine VR-Version des Roboters möglich. Das Gerät würde sich dann neben den Spielern in der virtuellen Realität befinden und das Spiel ansehen.

„(Es gibt einen) Mechanismus, bei dem ein Inhalt vor dem Benutzer reproduziert wird. Wenn dieser sich dreht, kann er sehen, wie der virtuelle Charakter denselben Inhalt mit ihm betrachtet.“

Nachdem Sony nicht darauf reagiert hat, ist es schwierig zu sagen, ob dieses Projekt wirklich das Licht der Welt erblicken wird oder nicht. Sony ist kein Unbekannter bei Robotern, da sie bereits mehrere Generationen von AIBO-Robotertieren veröffentlicht und deren Software erst im November 2019 aktualisiert haben.

Vielleicht ist er rechtzeitig für die PlayStation 6 fertig. Ein Datum, das man Judgement Day nennen könnte, wenn es eintritt.

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