gamescom 2019: Zu Gast bei: Amplitude Studios: Humankind

©Amplitude Studios

Manchmal hat man halt Glück. Mit Humankind konnte ich nämlich am Dienstag ein Spiel sehen, dass so taufrisch war, dass es erst am Vortag revealed wurde. Zu Gast bei Aplitude Studios hatte ich dann die Gelegenheit mit den Produzenten zu reden und mir eine erste Gameplaydemo anzuschauen und für den frühen Stand konnte das Gesehene schon ziemlich überzeugen. Aber was ist Humankind überhaupt? Jean-Maime Moris, der Executive Producer beschrieb das Spiel als das Traumspiel der Entwickler, deren bisherige Erfolge im Prinzip nur Aufwärmübungen für Humankind waren. Und mit Humankind wollen Aplitude Studios nicht weniger als die Geschichte der Menschheit neu zu schreiben! Als Spieler beginnt man in der Steinzeit und arbeitet sich so in Form eines Rundenstrategiespiels seinen Weg bis in die Gegenwart. So weit, so Civilization, aber der Twist kommt schon innerhalb der ersten Spielminuten. Statt sich bei Spielbeginn für eine Fraktion zu entscheiden erhält man pro Epoche die Gelegenheit eine aus etwa 12 Kulturen auszuwählen, die repräsentativ für die die jeweilige Zeit sind. An der Stelle freut sich mein Geschichtslehrerherz, denn die Völker kann man nach Lust und Laune mischen. So haben wir uns als erstes für die Kultur der Ägypter entschieden, Pyramiden prägten das Stadtbild. Eine Epoche später mischten wir uns mit Römern, die dem Stadtbild mit Straßen und Vierteln, die wie mit dem Lineal gezogen aussehen, eine neue Optik aufdrücken. Springen wir in die Neueste Geschichte können wir die Deutschen als Kultur wählen und haben neben den Pyramiden und akkuraten Straßen auf einmal eine starke Industrie und U-Boote düsen an Pyramiden vorbei. Durch die schiere Menge an Kulturen und dem Potential sie zu vermengen, hat jeder Spieler am Ende eine ganz individuelle Menschheitsgeschichte geschrieben!

Doch das ist nicht der einzige Unterschied zu Civilization. Wie vorher schon beschrieben werden die Städte tatsächlich optisch auf den Karten dargestellt, Menschen wuseln durch Wohnviertel und wirken geschäftig. Der größte Unterschied ist jedoch auch der spannendste, denn Humankind hat ein eigenes, rundenbasiertes Strategiekampfsystem, bei dem neben der Zusammenstellung der Armee auch das Gelände eine wichtige Rolle spielt. Leider konnte ich mich von dem eigentlichen Kampf nicht selbst überzeugen, da die Demo vorher beendet wurde; aber Moris erzählte, dass sich Kämpfe über mehrere Runden, parallel zum normalen Spiel, abspielen und so Freunden und Feinden die Gelegenheit geben noch im späteren Kampfverlauf einzugreifen und so den Ausgang der Schlacht zu beeinflussen. Für Fans von Rundenstrategie, die seit dem letzten Civilization auf dem trockenen sitzen, hat Aplitude Studios hier potentiell ein echt heißes Eisen im Feuer!

Die Kollegen von IGN haben netterweise auch den Revealtrailer am Start:

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