gamescom 2019: Zu Gast bei: KING Art: Iron Harvest 1920+

©KING Art

Am Dienstag hatte ich die Möglichkeit mich persönlich mit den Entwicklern von Iron Harvest 1920+ zu unterhalten und bekam auch gleich die Gelegenheit einen ganzen Level der Kampagne zu zocken.

Doch fangen wir erstmal mit dem wesentlichen an. Iron Harvest wird von KING Art geschmiedet, Zocker kennen den deutschen Hersteller vielleicht schon aus dem Die Zwerge Spiel, das auf der beliebten Buchserie von Markus Heinz basiert.

Doch worum geht´s in Iron Harvest 1920+? Im Prinzip haben wir es hier mit einem Dieselpunk-Echtzeitstrategiespiel zu tun, dass an Klassiker wie die Company of Heroes-Reihe oder die Warhammer 40k – Dawn of War Spiele erinnert. Iron Harvest 1920+ spielt in einer alternativen Welt, in der Schlachtfelder von großen Mechs beherrscht werden, die die Rolle von Kampfpanzern übernehmen. Dort herrscht Krieg zwischen  an Deutschland, Russland und Polen orientierten Fraktionen, die sich nicht nur optisch, sondern auch gameplaytechnisch voneinander unterscheiden.

Und das durfte ich mir ganz genau anschauen, denn in der Demomission folgte ich der Heldin Anna. Anna hat sich zu einer Heldin des polonianischen Widerstands gemausert, denn die Scharfschützin kann nicht nur auf Distanz kämpfen, sondern wird auch von ihrem Bär Wojtek unterstützt, der ihr im Nahkampf den Rücken frei hält. Die Kampagne, welche die drei Fraktionen einzeln beleuchtet, legt dabei großen Wert auf ihre Helden und Geschichten. Das merkt man auch direkt im Gameplay, denn wenn man mit Anna auf eigene Soldaten trifft, sind die von ihrer ikonischen Heldin sichtlich überrascht und freuen sich von ihr angeführt zu werden. Das ist umso wichtiger, als dass der Fokus auf den intensiven Gefechten liegt. Zwar kann man in guter RTS-Tradition auch Gebäude bauen, aber Basenbau ist entschieden im Hintergrund und wird auch nicht in jeder Mission gefordert. In meiner Demomission musste man beispielsweise komplett darauf verzichten und zusehen, wie man mit dem zu Recht kommt, was man hat. Doch dabei ist zum Glück erstaunlich flexibel. Die Gefechte legen großen Wert auf Deckung, ganz ähnlich wie bei Company of Heroes und Dawn of War also, denn wer auf offenem Feld gegen Gegner in Schützengräben vorrückt, wird auch bei überlegener Bewaffnung schnell aufgerieben. Da das gleiche aber auch für den Gegner gilt, kann man sich schon sehr früh an einem ziemlich coolen Feature bedienen: Besiegt man einen gegnerischen Trupp darf man sich nämlich direkt seine Waffe unter den Nagel reißen. So können auch die billigsten und schwächsten Engineers einfach die Granatwerfer der Feinde aufheben und mit denen auf den nächsten Feind losgehen. Zusammen mit dem Erfahrungssystem kann man sich hier ganz natürlich individuelle Veteranentrupps erstellen. Dabei haben nicht nur die Helden spezielle Fähigkeiten, denn jede Einheit die ich ausprobiert habe, konnte mehr als nur stumpf auf den Gegner feuern. Je nach Bewaffnung konnten die Truppen also auch Granaten werfen, Gelände ignorieren oder auf sehr weite Distanz feuern.

Und dann haben wir noch das Herzstück des Games: Die Mechs. Diese Kampfmaschinen machen ihrem Namen alle Ehre, denn der einzige Mech auf den ich getroffen bin dominierte sofort das Schlachtfeld. Zwar war das Ding nur ein kleiner Läufer, aber aufgrund seiner Panzerung und Feuerkraft schickte er meinen ersten Spähertrupp direkt über den Jordan. Erst durch das Verlegen der Truppen in Deckung, geschicktes flankieren, um sich um die Panzerung herumzuschleichen und Annas Scharfschützenfähigkeit haben mir erlaubt die harte Nuss zu knacken. Leider nicht ohne eine komplette Einheit meiner Soldaten zu verliehen. Aber was tut man nicht alles für sein Land?

Leider war meine Spielzeit abgelaufen, bevor ich meinen eigenen Mech erhalten habe, aber eins steht fest: Iron Harvest wirkt jetzt schon extrem poliert und die Singleplayerkampagne wird ein ziemlich sicherer Hit. Wie das Balancing sich dann im Multiplayer beweist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, aber ich bin da vorsichtig optimistisch, denn die Jungs von KING Art waren vollkommen zurecht von ihrem Produkt überzeugt. Und das beste? Man muss nur noch knapp 400 mal schlafen um das Spiel zu zocken!

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