gamescom 2019: Zu Gast bei: TaleWorlds – Mount & Blade II: Bannerlord

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Mit Mount & Blade II: Bannerlord liefert TaleWorlds endlich einen Nachfolger zu seinem Mittelalter-Sandkasten-Spiel, das bei Fans ein echter Geheimtipp. Ob M&B2 auch was für die breite Masse ist, konnte ich in einem Hands-on auf der gamescom 2019 selbst überprüfen.

Und dabei hab ich mich echt nicht mit Ruhm bekleckert. Denn eins ist klar: Mount & Blade ist bekannt für seine Tiefe und eine komplexe Mischung aus Aufbaustrategie und Kampf in Echtzeit mit hunderten Teilnehmern und der Nachfolger hat nichts an Komplexität eingebüßt.

Im Rahmen der Gameplaydemo durfte ich mir einen von drei Helden aussuchen und wurde mit ihm einfach in die Welt geworfen, die mich als Wiedereinsteiger direkt überfordert und optisch nicht beeindruckt hat. Blind bin ich einfach in die erste Schlacht gelaufen, wurde direkt verhauen und hab‘ dann erstmal durchatmen müssen. Plug & Play ist hier nicht angepeilt. Dank dank eines Tooltips konnte ich beim zweiten Versuch direkt von Bannerlord´s erstem neuen Feature Gebrauch machen, denn als neuer Lehnsherr habe ich natürlich Leute, die mir die Treue schwören und daher verpflichtet sind mir eine Armee zu stellen. Also auf in den zweiten Versuch und siehe da: Auf dem Schlachtfeld habe ich nun deutlich mehr Rückendeckung, fühle mich direkt als Feldherr indem ich meinen Truppen Marsch- und Angriffsbefehle gebe und helfe etwas feige nach indem ich flüchtende Gegner persönlich niederreite. Spätestens jetzt hat mich Mount & Blade wieder fest in seinen Bann gezogen und auch die leicht durchwachsene Optik gerät in Folge der riesigen Schlachten direkt in den Hintergrund.

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Angespornt von meinem ersten Sieg als Feldherr mache ich mich auf in eine Stadt und nehme die Gelegenheit wahr mir die Stadt persönlich anzuschauen. Dabei konnte ich durch eine etwas leere, aber authentisch wirkende Wüstenstadt laufen und unterwegs auch mit NPCs quatschen. Das es sich hier nicht nur um schmückendes Beiwerk handelt, konnte ich bei meinem Sitznachbarn sehen. Der war offensichtlich ein gestählter Veteran der Vorgänger und hat es geschafft nach seiner Schlacht nicht nur Ruhm einzuheimsen, sondern auch die wahre Liebe zu finden. Im Gepräch mit den Entwicklern erfuhr ich daraufhin, dass Mount & Blade auch über die diplomatische Schiene gelöst werden kann, denn man kann Familien gründen und dafür sorgen, dass die sich mit Handel statt Krieg über Wasser halten. Dazu kommt noch, dass die Charaktere jetzt auch altern und so die Familien zu wahren Dynastien heranwachsen können. Mit Mount & Blade steht uns also ein Content-Monster bevor, dass komplex und umfangreich wird.

Nach dem ersten Zocken steht für mich  fest: Da beiß` ich mich rein! Mount &  Blade ist Arbeit, aber am Ende lohnt es sich, denn die komplexe Mischung aus Keilerei mit hunderten Kriegern und diplomatischem Ränkeschmieden im Hintergrund lässt die letzte Staffel von Game of Thrones vor Neid erblassen!

Und falls alle Stricke reißen, hat man immernoch den Multiplayer, der mit seinen gewaltigen Schlachten auch Strategienulpen Spaß haben lässt!

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