Hideo Kojima zu Death Stranding: „Selbst jetzt verstehe ich das Spiel nicht“

© Sony/Kojima Productions

Das von Kojima Productions entwickelte Open-World Spiel Death Stranding soll bereits am 8. November 2019 für die PlayStation 4 erscheinen. Trotz einer ganzen Reihe von eher kryptischen Trailern blieb das Spiel, welches mitunter hochkarätige A-List Schauspieler*Innen wie Mads Mikkelsen, Norman Reedus und Margarete Qualley vereint, bis dato enimatisch as fuck. Und auch die Gamescom-Präsentation, die von Kojima höchstselbst vorgestellt wurde, hat zwar durchaus Antworten geliefert, aber eben auch eine Menge Fragen aufgeworfen.

Im Kern geht es um Folgendes:

Death Stranding spielt in einer fiktionalisierten alternativen Zukunft der USA, die sich UCA (United Cities of America) nennt – Es geht nicht mehr um vereinigte Bundesstaaten, sondern vielmehr um eine Union von Städtegemeinschaften. Allerdings sind diese tatsächlich entgegen des Namens nicht vereint, sondern weitgehend voneinander isoliert in diesem weitläufigen, zersplitterten Land.

Wir spielen den von Norman Reedus verkörperten Sam, der bei einer Organisation namens „Bridges“ tätig ist. Um den Untergang der Menschheit zu verhindern, ist er eine Art Lieferjunge für die Fragmente der amerikanischen Gesellschaft.

Das Missions-Briefing, das im Rahmen der Gamescom gezeigt wurde, findet relativ zu Beginn des Spiels statt. Die von Lindsay Wagner gespielte Amelie stellt sich als Präsidentin der UCA vor und gibt uns die Anweisung, die Städte der zersplitterten Lande miteinander zu verbinden. Eine holografische Karte zeigt vereinzelte und willkürliche Punkte, die voneinander isoliert sind. Es gilt nun Sam diese Orte zu besuchen, und mithilfe des sogenannten Q-Pids, einer Art USB-Stick im Halsschmuck-Format mit implementierten Zugangscodes, die Kontrollpunkte der Städte in Beschlag zu nehmen, um sie zu vernetzen. Offenbar ist der Q-Pid allerdings einem Level-System unterworfen. Bestimmte Kontrollpunkte lassen sich also nur aktivieren, sobald wir eine bestimmte Stufe erreicht haben. Gemäß dem Namen unserer Organisation, legen wir im wahrsten Sinne des Wortes Brücken zwischen den Orten, müssen uns aber von unterschiedlichen Gegnern in Acht nehmen.

Die unsichtbaren BTs etwa (Beached Things) oder aber auch die fundamentalistischen Homo Demens, die einer Vernetzung der Städte radikal gegenüberstehen und einen Teil der Städte besetzen.

Tatsächlich befindet sich Amelie in der Gewalt der Extremisten: Das Briefing fand mit einem Hologramm statt. Die reale Präsidentin wird hingegen in der Hauptstadt Edge Knot City festgehalten und natürlich müssen wir sie entsprechend befreien.

Im Gespräch mit der FinancialTimes sagte Hideo Kojima, dass er als Schöpfer selbst, das Werk ebenfalls nicht ganz zu durchdringen vermöge.

„Death Stranding… selbst jetzt verstehe ich das Spiel nicht. (…) Das Weltbild, das Gameplay, das ist alles neu. Meine Mission ist es, ein Genre zu erschaffen, dass derzeit so nicht existiert und das alles unternimmt, um jedermann zu überraschen. Das liegt natürlich gewissermaßen ein Risiko…“

Zudem hat Schauspieler Keanu Reeves die Kojima Productions-Studios besucht. Ob auch er einen Auftritt in dem Spiel hat, ist bislang nicht unklar. Der John Wick-Darsteller wird in der ebenso namhaften CD Projekt RED-Produktion Cyberpunk 2077 auftauchen.

Über Martin Pilot 375 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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