King of Fighters XIV im Review – Die Rückkehr des Königs?

Wir haben uns für euch das neue King of Fighters XIV angesehen, doch was taugt das Fighting-Game tatsächlich? Findet es heraus:

 

Die Rückkehr des Königs?

King of Fighters XIV ist ein recht komplexes Fighting-Game mit einer Lernkurve, die manchmal eher einer steilen Wand ähnelt, aber eben diese Wand zu überwinden ist ein großer Teil des Spaßes. Sich mit der massiven Besetzung an Kämpfern vertraut zu machen, und ihre komplizierten Combos und Techniken zu meistern, ist ein Test in Geschicklichkeit und Geduld. Perfekt also für Leute, die eine Herrausforderung suchen. Der Übergang von klassischen Sprites zu Polygon-Grafiken hat dem Spiel nicht wirklich gut getan, dennoch ist es ein hervorragender Ableger der Serie.

King of Fighters XIV erstickt fast an der schieren Menge Content, die es enthält. Man kann Stunden damit verbringen neue Techniken, Combos und Team-Zusammenstellungen zu testen und hat das Gefühl, gerade einmal an der Oberfläche gekratzt zu haben. Insgesamt 50 Kämpfer bieten eine fast unvergleichliche Vielfalt bei der Auswahl, wer als nächster das Schlachtfeld betritt. Die meisten Kämpfer, die um den Titel des King of Fighters buhlen, fühlen sich absolut einzigartig an. 

18 der Charaktere sind absolute Neuzugänge in der Serie. Die meisten der Neuankömmlinge passen aber genau zwischen die alten Favoriten, wie beispielsweise Kukri, der verschiedene Geschosse nutzen kann, um den Gegner zu verwirren und Druck aufzubauen. Andere folgen der King of Fighters Tradition verschiedene Länder und Regionen aus der ganzen Welt zu repräsentieren, wie Nelson, Zarina und Bandeiras, die Team Südamerika bilden.

Die Action ist oft hektisch und sie ist in der Regel mehr in Richtung Offensive ausgerichtet. Sprints, Rollen und Hüpfer helfen euch Druck auszuüben, denn Schaden wird erst im späteren Kampfverlauf verteilt, wenn beide Kämpfer ihr Spezial-Meter aufgefüllt haben. Ein defensiver Fehler gegen einen erfahrenen Gegner spät in einem Spiel und es kostet euch den aktuellen Charakter. Doch großer Schaden kommt nicht von ungefähr – Es ist eine Menge Übung nötig, die gewünschte Combo zu landen, doch einmal geschafft, stellt sich ein Gefühl der Befriedigung ein, weil man merkt, dass die stundenlangen Trainingseinheiten Früchte tragen. Selbst Veteranen anderer Kampfspiele sollten sich bereit machen, wieder als blutiger Anfänger zu starten.

Von solchen Momenten kann man Online leider nur träumen. In seiner jetzigen Form ist der Net-Code absolut unbrauchbar. Selbst mit einer zügigen Internetverbindung ist alles eine laggende und glitchende Masse. Dies ist sehr schade, da besonders in Online-Kämpfen ein großer Reiz liegt. Im Moment solltet ihr aber lieber beim guten alten Couch-Multiplayer bleiben.

Die technische Seite

Auch wenn KoF XIV konstant mit 60fps läuft, sieht es nicht richtig gut aus. Der Übergang von den klassischen Sprites zu Polygon-Modellen ist, wie oben bereits erwähnt, nicht ganz glatt verlaufen. Die Charaktermodelle wurden zwar mit Liebe gestaltet, sehen allerdings aus, als würden sie geradewegs einem PS3 Launch-Titel entspringen. Anders verhält es sich mit den Stages in denen ihr kämpft. Hier haben sich die Künstler eine Menge Mühe gegeben die 19 Stages fabelhaft aussehen zu lassen und ihnen Leben einzuhauchen.

Fazit

Trotz technischer Schwächen und einem Net-Code jenseits von Gut und Böse ist King of Fighters XIV eine Bereicherung für die Serie. Auch wenn es nicht ganz reicht, um aus den Schatten des großen Konkurrenten Street Fighter zu treten, kann man Teil 14 bedenkenlos jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem anspruchsvollen Fighter ist, nur halt leider eher nicht Online.


Fazit
  • 6/10
    Grafik - 6/10
  • 9/10
    Gameplay - 9/10
  • 9/10
    Umfang - 9/10
8/10

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