Mehr Grip für ein besseres Spielerlebnis? Das Snakebyte GAME:PAD 4 S Wireless Rock im Review

Snakebyte
© Snakebyte

Unser Partner Snakebyte hat uns mit dem jüngst veröffentlichten GAME:PAD 4S Wireless ROCK ein Derivat des bereits bekannten hauseigenen Wireless 4S-Pads zur Review überlassen. Die Artikelbezeichnung bezieht sich dabei primär auf die rauere Oberflächenbeschichtung des Controllers, deren Struktur für mehr Grip beim Zocken sorgen soll und so das Spielgefühl verbessern soll. Ob das Ding etwas taugt, erfahrt ihr in dieser Review.

Zunächst einmal soll klar gestellt werden, wer hier Zielgruppe ist: Mit 39,99 EUR UVP (bei Amazon derzeit 36,99 EUR) ist das GAME:PAD 4S Wireless Rock von Snakebyte ganz klar im Budget-Segment zu verorten. Wer also eine günstigere Zweitcontroller-Alternative zum Dualshock 4 sucht, könnte hier eventuell fündig werden. Gerade für die Kids ist das Pad eine denkbar gute Alternative, weil es recht robust daherkommt, und zugleich kleinere Maße (11.5 x 7.5 x 15.5 cm) mitbringt – mit etwa 318 g ist das 4S Wireless ROCK auch ein klein wenig leichter als das SONY-Original. Snakebyte bietet von Haus aus eine 5-jährige Garantie an, was den robusten Eindruck verstärkt. Gerade Leute mit kleineren Händen oder jene, denen das Xbox Controller Layout besser gefällt, werden sich mit dem Controller von Snakebyte gut anfreunden können.

© Snakebyte

Der Kunststoff ist sauber gegossen – alles sitzt gut ineinander: Der Druckpunkt der Buttons aus Hartplastik ist aber ein wenig träger als beim Dualshock 4, was aber nur bedingt störend auffällt. Die Analogsticks hingegen melden sich beim Neigen ein bisschen geräuschvoller zurück – Viele Controller, und gerade auch die SONY-eigenen Exemplare neigen ja zum L3/R3-Sprint-Defekt, der sich speziell bei Shooter-Spieler*Innen häufig einstellt. Hier muss sich noch zeigen, ob der 4S Wireless Controller das Problem langfristig umschiffen kann. Die mechanisch etwas gröbere Verarbeitung in dem Bereich lässt die Vermutung nahe, dass auch dieses Pad nicht von der nervigen Begleiterscheinung verschont bleibt.

Für wen sich der Snakebyte Controller auch nur bedingt eignet, sind Fans von Fighting Games – und zwar aus einem Grund: Das D-Pad ist schlicht mangelhaft. Die Eingabe ist unpräzise, die Druckpunkte des Steuerkreuzes erfordern zuviel Daumenkraft, bis sie tatsächlich reagieren und auch die zwischendirektionalen Befehle werden in der Regel nur bei stärkerem Druck wahrgenommen. An dieser Stelle muss Snakebyte bei künftigen Revisionen DEUTLICH nachbessern.

Für entspanntere Adventuregames ist der Controller hingegen recht gut geeignet, da er auch nach längeren Spielsessions haptisch angenehm in der Hand liegt.

Es gibt allerdings Designentscheidungen bei diesem Controller, die fragwürdig oder vielmehr undurchdacht anmuten: Zum einen die Anordnung der Options- und Sharebuttons, die beim Snakebyte Controller unterhalb des im Vergleich zum Original deutlich kleineren Touchpads liegen, statt seitlich wie beim Original. Das ist zwar kein supergroßes Manko, aber es erfordert doch eine gewisse Umgewöhnung. Auch die oberen Schultertasten (L1/R1) sind merkwürdig designt, da sie seitlich um die Ecke aufgestellt sind und man mit den Fingergliedern häufig unbeabsichtigt daran gerät.

Zudem müssen wir uns bewusst machen, dass das 4S Wireless Rock Pad keine Leuchtleiste mitbringt – Das heißt im Klartext, dass der Controller u.a. mit PlayStation VR inkompatibel ist. Und auch gyroskopische Spielereien fallen somit flach. Im Gegensatz zu den Vorgänger-Versionen des GAME:PADS 4S gibt es dieses Mal allerdings einen 3.5 mm Audiojack Anschluss, man kann also ein Headset anschließen. Ein interner Lautsprecher ist nicht verbaut, der ist allerdings schon beim Dualshock 4 lediglich ein Gimmick, das von wenigen Spielen sinnvoll unterstützt wird. Auf der Pro-Seite ist zu verzeichnen, dass der interne Akku hält hier bei einem vollständigen Ladedurchgang vergleichsweise lange durch und dass die Bluetooth-Verbindung sehr unmittelbar erfolgt.

Fazit:

Das GAME:PAD 4S Wireless Rock ist eine zwiespältige Angelegenheit. Die rauere Oberflächenbeschichtung fällt beim aktiven Spielen nicht merklich ins Gewicht, weder im positiven wie im negativen Sinne. Stattdessen haben wir hier einen sehr robusten und wertig verarbeiten Third Party-Controller zu einem erschwinglichen Preis vorliegen. Gerade für die Kids oder für Gäste dürfte das Pad also eine durchaus interessante Option sein. Mitunter auch deshalb,  weil Snakebyte bei dem Controller eine fünfjährige Garantie anbietet. Gleichzeitig ist das D-Pad aber furchtbar träge und für Genres wie Fighting Games oder reaktionsschnelle Arcade-Games überhaupt nicht geeignet. Und auch die zur Seite auslaufenden R1/L1-Buttons sind suboptimal gesetzt. Die Menü-Buttons (Share- und Options-Tasten) sind zwar unterhalb des kleinen Touchpads angebracht, das stört aber lediglich das Gewohnheitstier in mir. Das Design orientiert sich ergonomisch eher an den Xbox-Pads als an den klassischen Dualshock-Pads von Sony und fällt durch leichteres Gewicht und kleinere Maße aus – weswegen Spieler*Innen mit kleinen Händen vielleicht besser mit dem 4S Wireless Rock klarkommen. Bleibt zu sagen, dass das Preis/Leistungs-Verhältnis für einen Budget-Controller okay ist, dass es aber Bereiche gibt, in denen SnakeByte deutlich zulegen muss.

Bei Amazon bestellen: 

Snakebyte GAME:PAD 4 S Wireless ROCK [PS4]

Snakebyte GAME:PAD 4 S Wireless ROCK
  • Verarbeitung
  • Haptik
  • Optik
  • Buttonlayout
  • Features
3.3

Fazit

Solides Third Party-Gamepad zum erschwinglichen Preis. Wertig verarbeitet, muss bei künftigen Revisionen allerdings deutlich am D-Pad sowie an den suboptimal gesetzten Schultertasten gearbeitet werden.

Über Martin Pilot 352 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*