Need for Speed (PS4) – Review

Im Rausch der Geschwindigkeit

Die Need for Speed Reihe ist unter Rennspiel Fans kaum noch wegzudenken. Nun haben EA und Ghost Games vor kurzem den mittlerweile 23. Teil und gleichzeitig auch den Reboot der seit 1994 laufenden Reihe veröffentlicht. Doch lohnt sich das ganze und wie gut ist der neue Teil? Wir schauen ihn uns näher an.

need_for_speed 2015

Its always rainy in Ventura Beach

Zuerst nehmen wir einen Blick unter die grafische Haube des Spiels, hier ist Need for Speed über jeden Zweifel erhaben, mit einer kleinen Ausnahme auf die ich weiter unten eingehe. Die Spiegel und Reflektions Effekte sehen beinahe Fotorealistisch aus und auch die Autos sehen fantastisch aus. Die Frostbite Engine lässt hier eindrucksvoll ihre Muskeln spielen und zeigt was auf den aktuellen Konsolen alles möglich ist.

Nun aber zu meinem Kritik Punkt, es herrscht permanent schlechtes Wetter in Ventura Beach, der Stadt in der das Spiel spielt. Entweder schüttet es wie aus Eimern oder es ist alles nass wie nach einem Wolkenbruch, auch gibt es keinen dynamischen Wetterwechsel sonder die bestimmten Gebiete haben ihre eigene „Wetter Einstellung“. Dadurch sieht es manchmal recht seltsam aus wenn man eine Brücke überquert und der Himmel sich schlagartig vom Sonnenaufgang zur Nacht verdunkelt. Das hätte man besser lösen können, hierbei handelt es sich aber um meckern auf hohem Niveau. Ab und zu etwas schönes Wetter wäre ganz toll gewesen aber tut dem Spielspass keinen Abbruch. Eben diesem widmen wir uns im nächstem Abschnitt.

 

Für Ruhm und Reichtum

Spielerisch ist Need for Speed ein zweischneidiges Schwert, auf der einen Seite macht das fahren sehr viel Spass und auch das Geschwindigkeits Gefühl ist super. Auf der anderen Seite bietet es nicht sehr viel Abwechslung. So gibt es nur eine handvoll Renntypen, Sprintrennen in denen ihr von A nach B heizt, Rundkurs Rennen in denen es entweder um die schnellste Zeit oder eure Platzierung geht, Driftrennen in denen es darum geht die meisten Punkte abzustauben und Gymkhana Rennen in denen es auf Punkte und Zeit ankommt. Im Grunde geht es eigentlich immer nur darum der schnellste zu sein oder die besten Drifts hinzulegen. Schmerzlich vermisse ich die Drag Rennen aus den alten NfS:Underground Teilen, die gibt es leider nicht mehr obwohl in den Statistiken eures Wagens die Zeiten für die Viertel-Meile angezeigt werden.

Einen „Story“ Modus hat das Spiel auch spendiert gekriegt, ich setzte Story bewusst in Anführungszeichen weil die Story nicht sehr spannend ist und auch etwas seltsam erzählt wird. Wenn ihr wie ich alle Renn Missionen gleichmäßig abarbeitet passiert es das ihr in einer Sequenz von eurem Kollegen gelobt werdet er euch aber in der nächsten den Kopf abreißen will ohne ersichtlichen Grund. Wo wir bei Kollegen sind, ihr seit Teil einer Crew von 6 Leuten, euch eingeschlossen. Jeder von euren 5 Kollegen ist für einen anderen Fahr Style zuständig, diese Stile setzen sich wie folgt zusammen.

  1. Speed – Einfach nur schnell sein, hier kommt es auf hohe Geschwindigkeiten an. (Sprintrennen etc.)
  2. Style – Schönes Fahren, hier geht es primär um eure Driftkünste. (Gymkhana und Driftrennen
  3. Schrauber – Technisch versiert, hier geht es um den technischen Aspekt eures Wagens (Beschleunigung etc.)
  4. Crew – Im Team fahren, dies wird in sogenannten Drift Trains unter Beweis gestellt. (Driftrennen in der Gruppe)
  5. Outlaw – Rücksichtsloses Fahren, hier sammelt ihr Punkte dafür dass ihr vor der Polizei flüchtet und Gegenstände zerstört

In jeder dieser 5 Kategorien könnt ihr je nachdem wie ihr fahrt Punkte sammeln und Missionen abschließen. Zum Schluss jeder Style Story Reihe habt ihr die Möglichkeit gegen eine Legende aus eben diesen Bereichen anzutreten. Beim Gymkhana müsst ihr beispielsweise gegen Ken Block antreten und ihn in einigen Rennen besiegen.

Die Videosequenzen in denen die Geschichte erzählt wird sehen gut gemacht aus, auch wenn mir persönlich die Protagonisten zu sehr versucht haben cool rüber zukommen und irgendwie jeder in der Stadt Monster Energy Drinks trinkt.

Die Crew beisammen
Die Crew beisammen

Alles in allem macht es aber Spaß, ich hatte in meinen knapp 20 Stunden die ich zum durchspielen gebraucht habe keine Langeweile und darauf kommt es ja in einem Videospiel an.

Zum Online Multiplayer kann ich nicht viel sagen, es waren zwar immer genug andere Spieler in meiner Stadt unterwegs aber in meiner gesamten Spielzeit hat ein einziger auf meine Herausforderung reagiert und ist am Anfang des Rennens sofort verschwunden.

Um noch kurz ein Wort zur Musik zu verlieren, die Auswahl ist groß also sollte für jeden Geschmack was dabei sein. Ich persönlich fande die Lieder Auswahl durchweg passend zum Spiel

 

Ein Fest für Tuner

Ein anderer wichtiger Teil des Spiels ist das Tuning, sei es nun optisch oder technisch. Hier sollte jedem Schrauber und Lackier Enthusiasten das Herz aufgehen. Für die fast 50 Wagen gibt es unzählige Anbau Teile sowie komplette Body Kits, hier sollte also jeder ein passendes Teil finden. Genauso verhält es sich mit den Möglichkeiten bei der Lackierung und den Decals. Hier kann man locker mehrere Stunden damit verbringen sein Traumauto seinen Wünschen anzupassen. Desweiteren habt ihr die Möglichkeit Schnappschüsse in das NFSNetwork zu laden und eure Kreation von anderen beurteilen zu lassen.

Das Fazit

Need for Speed ist ein gelungener Reboot der Serie, die kleinen Schwächen sollten euch nicht darüber hinweg täuschen dass es sich hier um eines der besten Rennspiele seit Jahren handelt. Eine ganz klare Kaufempfehlung für alle die auch nur im entferntesten etwas mit Rennspielen anfangen können.

Need for Speed ist für Playstation 4 und Xbox One erhältlich. Die PC Version folgt im Frühjahr 2016

Need for Speed (PS4)
  • 10/10
    Grafik - 10/10
  • 8/10
    Sound - 8/10
  • 8/10
    Story - 8/10
  • 9/10
    Gameplay - 9/10
8.8/10
0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments