Nobunagas neuer Feldzug

Japans traditionsreiche Serie „Nobunaga’s Ambition“ bekommt einen neuen Ableger. Im Fokus hierbei: die angehenden Daimyo.

Erst im September wurde der letzte Teil der Runden-Strategie- und Feldschlacht-Serie veröffentlicht – allerdings nur hierzulande, in Europa. In Japan ist der Release ein ganzen Stückchen her und datiert auf den Dezember 2013. Klar, dass Strategiefans dort natürlich nach dem nächsten Teil lechzen. Koei Tecmo verschafft dem nun Abhilfe und hat nun Releasedatum, Titel, Screenshots und einige Details veröffentlicht. So hört das Spiel auf den etwas umständlichen Namen „Nobunaga’s Ambition: Sphere of Influence – Success Stories of the Sengoku Era“ (信長の野望・創造 戦国立志伝) und erblickt am 24.03.2016 das Licht der japanischen Ladenregale für PC, PS4, PS3 und PS Vita.

Wer Daimyo werden will, muss nicht nur seine Burg, sondern auch seine Städte pflegen.

Wie gewohnt gibt es leckere Rundestrategie und eine Kampagnenkarte zum stufenlosen Zoomen von der Globalansicht bis hin zur Stadt- und Schlachtansicht. So können wir unseren Feldherren hübsch auf die Finger schauen und sicherstellen, dass sie die Sengoku-Ära, die überwiegend im zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert in Japan angesiedelt ist, für uns gewinnen. Um das zu schaffen, kann man unter anderem als Oda Nobunaga oder einer seiner mächtigen Kontrahenten – und somit schon als recht angesehener Daimyo – beginnen. Man kann sich aber auch vom unbedeutenden Baunerlord zum alles überragenden Shogun mausern. Ohnehin sollen unsere Charaktere und Feldherren im kommenden Ableger einen noch größeren Fokus erfahren als zuvor schon. . Storymissionen für unsere Hauptcharaktere kamen schon im Vorgänger während der Strategiephase reichlich hineingeflattert. Der neue Teil soll dies nun auch in den Schlachten intensivieren und damit deren Verlauf entscheidend beeinflussen. Gekämpft wird übrigens in einer Mischung aus Echtzeit und Rundenstrategie, was sich merklich von der bekannten Total-War-Serie, aber auch von den Paradox-Spielen unterscheidet.

Nobunagas Kampagnenkarte ist stufenlos zoombar.

Gekämpft wird hierbei auf See, zu Lande und in Belagerungen, in denen es die es über die Regionen herrschenden Schlösser einzunehmen gilt. Jedoch stehen diese Schlösser nicht nur mutterseelenallein in der Gegend herum, sondern werden von Bewohnern unseres Reiches umsiedelt. Um unser Reich zu erweitern müssen wir denen natürlich – ähnlich wie in Siedler-Manier – etwas zu tun geben. So ziehen wir beispielsweise Handels– oder Nanbanviertel hoch und verschaffen uns somit strategische Boni in verschiedenen Bereichen. Letzteres, die Nanban, sind im Übrigen die „südlichen Barbaren“, diese bleichgesichtigen Langnasen, die nicht mal mit Stäbchen essen können. Im Falle der Sengoku-Periode: Portugiesen, Spanier und Holländer. Jedoch bringen sie auch nautische Kenntnisse und Gewehre mit, was sehr zu schätzen ist.

Das Spiel will besonders im Charakterdesign punkten.

Wir hoffen natürlich, dass wir Europäer heutzutage nicht mehr als so rückständig gelten und uns somit eine fixe Portatierung des Spieles in unsere Gefilde verdient haben. Und bitte diesmal mit einer englischen/deutschen Vertonung, die nicht so hölzern ist, dass wir bei jedem Wort den Stock im Rektum spüren. Die japanische Vertonung hatte viel mehr Esprit.

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