Pokémon-Animator sagt, dass seine Arbeit weniger Geld einbringt als ein Job im Convenience-Store

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© The Pokémon Company

Zwar wird in Japan Service im Gastronomie- und Einzelhandelsbereich bekanntlich ziemlich großgeschrieben, dennoch sind die Löhne in diesen Branchen im Vergleich derart niedrig, dass etwa die meisten Mitarbeiter in den nach wie vor weitverbreiteten und beliebten Convenience Stores wie 7-Eleven und Konsorten einen zweiten Job annehmen müssen, um den Lebensunterhalt halbwegs bestreiten zu können.

Auf Twitter äußerte sich jetzt aber Animator Jun Arai, der mitunter an der immer noch populären Pokémon-Anime-Serie arbeitet, dass die Tätigkeiten in den Covenience-Stores immer noch lukrativer seien als die Mitarbeit an einer großen Anime-Produktion wie Pokémon. Der 45-jährige Arai ist bereits seit 1997 als freischaffender Animator in der Anime-Industrie tätig und twitterte Details zur branchenüblichen Bezahlung.

So erklärte er u.a., dass er pro Cut 4.500 Yen erhalte, was in etwa 37 Euro entspricht und damit am unteren Ende der Branchennorm angesiedelt ist. Auf den Stundenlohn hochgerechnet verdiene ein Pokémon-Animator demnach weniger als ein Convenience-Store Mitarbeiter. Der Animator merkt zudem kritisch an, dass er sich frage, wer die Gewinne einstreiche, da die Serie international ein gut laufender Hit sei.

© The Pokémon Company

Immer wieder wird in der Presse der Druck und die schlechte Bezahlung in der Anime-Industrie thematisiert. Bei den finanziellen Formalitäten gibt es mitunter starke Abweichungen, weil man z.B. nicht immer nach Pro-Schnitt-Basis bezahlt wird. In dem Fall wird zugleich aber oft nicht festgelegt, wie lange die Sequenz zwischen den Schnitten sein kann. Sowohl die Zahl der Schnitte, als auch der Frames kann je nach Produktionsetat stark variieren.

Arai hat in seiner Vita verschiedene namhafte Serien wie Love Hina, Emma – A Victorian Romance oder Sword Art Online gelistet. Laut Sumikai taucht eine professionelle Beteiligung am Pokémon-Franchise nicht in öffentlichen Lebensläufen auf, weshalb kritisch hinterfragt wird, wie tief seine Einblicke über die spezifischen Gehaltsstrukturen tatsächlich seien.

 

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Über Martin Pilot 429 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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