Retro Review: Secret of Evermore

secret of evermore

In diesem Retro Review haben wir uns an ein Spiel gewagt an dem sich die Geister scheiden. So sehr es manche Spieler lieben so sehr wird es von anderen gemieden. Es geht um Secret of Evermore.

So ziemlich jeder kennt Secret of Mana (Seiken Densetsu 2). Auf dem SNES ein Kultspiel und eins der wenigen RPG`s mit Multiplayer Komponente. Nachdem SOM 1993 auf dem SNES erschienen ist verkaufte es sich außerhalb Japans sehr gut und die Spieler verlangten nach einer Fortsetzung. In Japan erschien diese auch, Seiken Densetsu 3 (Secret of Mana 2). Aber Spieler außerhalb Japans warteten vergebens auf den Teil. Darauf entschloss sich Square ein RPG zu entwickeln was mehr auf den westlichen Markt ausgerichtet ist. Raus gekommen ist Secret of Evermore, das erste und letzte von Square Amerika entwickelte Spiel. 1995 ist es in Amerika und 1996 in Europa erschienen.

Die Geschichte beginnt 1965 in Großostheim (Sitz von Nintendo in Deutschland). Dort steht damals wie heute in einem großen Garten ein geheimes Labor. Das Labor wurde von Professor Igor Seltsam errichtet. Dieser entwickelte eine Maschine, die es ermöglichen sollte, ein Tor in eine andere Welt (Evermore) zu öffnen. Doch als die Maschine vorgeführt werden sollte, kam es zu einem Unfall, der den Professor mitsamt seinen drei Bekannten aus Großostheim nach Evermore beförderte. Bis zum Jahre 1995 blieb das Labor unentdeckt und verwahrloste. Der erste, der das Labor seit dem Vorfall wieder betritt, ist ein Teenager, der nach seinem Hund sucht. Durch Zufall entdeckt er die Maschine und wird mit seinem Hund nach Evermore teleportiert. Auf seiner Suche nach einem Weg zurück in die echte Welt wird klar, dass in Evermore eine unbekannte Person die Fäden finsterer Machenschaften zieht. Im Verlauf ihrer Reise durchlaufen der Junge und sein Hund sämtliche Epochen, treffen in jeder davon auf einen Bewohner aus Großostheim und ihren böswilligen Doppelgänger und stellen sich mächtigen Gegnern.

Die Story ist leider sehr schwach im Vergleich zu anderen RPG`s dieser Zeit.  Während des Spieles hat man das Gefühlt das ein Teil der Story fehlt und man hat die Hoffnung das noch die große Enthüllung kommt und noch weitere Aspekte der Geschichte erzählt und aufgelöst werden.  Am Ende bleibt die Option für eine Fortsetzung offen, jedoch kam bis heute kein Nachfolger.

Das Interessanteste an Secret of Evermore ist sein Setting das im Gegensatz zu vielen anderen RPG’s seiner Zeit wesentlich düsterer und dreckiger daher kam. Hinzu kam die Reise durch die verschiedenen Epochen, von der Steinzeit in die Brozezeit, zum Mittelalter und Schlussendlich in die Zukunft. In jeder dieser Epochen ändert sich das Aussehen des Hundes, die Waffen und Zauber die einem zur Verfügung stehen. Am Anfang verteidigt man sich noch mit einem Knochen und am Schluss hat man ein Laserschwert und eine Bazooka mit verschiedenen Geschossen.

Was im Vergleich zu Secret of Mana schade ist das es keine Multiplayer Funktion bietet und man immer nur alleine Spielen kann. Grade das hat bei SOM sehr viel Spaß bereitet, das sie es mit Freunden zusammen Spielen konnten.

Man ist zwar die ganzen Zeit mit seinem Hund unterwegs,der aber leider nicht von einem Freund gespielt werden kann. Auch wenn man die Möglichkeit hat zum Hund zu wechseln und mit ihm die Gegner anzugreifen.

Das Kampfsystem selber ist von SOM übernommen worden ebenso wie das Item und Zaubersystem, je öfter man einen Zauber oder eine Waffe einsetzt desto Stärker wird es. Und Waffen bekommen Spezialfähigkeiten, zb der Speer der dann geworfen werden kann.

Die Grafik von Secret of Evermore lässt sich dafür immer noch sehen. Selbst auf einem Flachbildschirm sieht die Grafik noch gut aus. 16 Bit Grafik altert besser als so manches Spiel aus der 3D Anfangszeit das heutzutage einfach nur noch nach Matsche auf dem TV aussieht. Und wie schon gesagt ist die Grafik von Secret of Evermore wirkt „dreckiger“ und düsterer als die bunte „Bonbon Grafik“ von SOM.

Das Allgemeine Gameplay von Secret of Evermore ist recht einfach gehalten. Die meisten Kämpfe sind mit 2-5 Schlägen erledigt und auch die Boss Gegner sind auch sehr schnell bekämpft. Sobald man deren Taktik durchschaut hat und weiß wo deren Schwachstelle ist, ob Zauber oder eine spezielle Waffe, hat man die Kämpfe in 5-10 Minuten erledigt. Die Rätsel bieten auch nicht viel Herausforderung. Diese beschränken sich auf simple Schalterrätsel oder ihr müsst den richtigen Weg durch das Dungeon finden um zum Boss zu kommen.

Die Musik wiederum ist sehr passend ins Spiel eingebaut. Diese ist nicht die ganze Zeit im Vordergrund sondern wird auch runtergepegelt das ihr die Ambiente Geräusche eher wahrnehmt, wie z.B. einen Wasserfall oder das rascheln der Blätter.

Ich muss gestehen ich habe dieses Review nicht alleine geschrieben sondern mit meiner Freundin die eine andere Beziehung zu dem Spiel hat als ich. Sie ist der SOE Fan während ich mit SOM groß geworden bin. Und dieses Review hat für einige Diskussionen (böse Blicke und zischen inklusive)  zwischen uns geführt. Doch was sagt ihr zu dem Spiel? Welche Fraktion seid ihr?

Euer Slypher

  • 5/10
    Story - 5/10
  • 7/10
    Musik - 7/10
  • 7/10
    Grafik - 7/10
  • 5/10
    Gameplay - 5/10
6/10

Fazit

Secret of Evermore weiß zu unterhalten, aber der Wiederspiel wert ist doch recht gering in meinen Augen, das gelingt anderen RPG`s aus dieser Zeit besser. Man kann das Spiel in ungefähr 8 Stunden durchspielen was aber im Vergleich zu manchem Spiel von Heute viel ist 😉

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