Review: Slayers – Movies & OVAs Gesamtausgabe [Blu-Ray]

© Hajime Kanzaka, Rui Araizumi/“Slayers“ Production Committee

HERVORRAGEND FÜR EINSTEIGER INS SCHRULLIGE SLAYERS-UNIVERSUM GEEIGNET

Ursprünglich 1990 Jahre als Light-Novel Reihe von Hajime Kanzaka konzipiert, brachte Slayers ein ganzes Franchise aus dazugehörigen Manga- Anime-Serien und Filmen hervor. Letzere gelten gerade in den ersten drei Staffeln als Klassiker der 1990er. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Abenteuer der chaotischen Lina Inverse und ihrer Gefährten wie eine wilde und klamaukige Persiflage auf gängige High-Fantasy Trademarks europäischer Prägung anmutete – Dungeons & Dragons und Herr der Ringe auf Crack sozusagen. Nachdem Anime-Spezialist nipponart die ersten drei Staffeln bereits 2012  als Collectors-Editions für den deutschen Markt wiederaufbereitete, folgte nun jüngst mit der Slayers Movies & OVAs Gesamtausgabe eine Zusammenfassung aller Spielfilme und OVAs, die zwischen 1995 und 2001 erschienen sind. Ob sich das Ding lohnt, verraten wir euch, selbstlos wie immer, in dieser Review. Und wie immer gibt es dieser Stelle auch ein dickes Dankeschön an Nipponart für das Bereitstellen des entsprechenden Besprechungsmusters.

Die einzelnen Spielfilme sind als Prequel zur Serie gedacht, und erzählen für sich stehende Geschichten, die nicht unmittelbar an die Light Novel- Manga- oder Anime-Serie gekoppelt sind. Insofern eignet sich die Compilation auch hervorragend für Einsteiger ins schrullige Slayer-Universum.  Aber auch Fans der Figurendynamik zwischen Lina und Naga werden den Filmen und der Compilation ziemlich viel abgewinnen können, da sie sich doch primär auf diese beiden Figuren zentriert.

HANDLUNG (FILM 1 – 5, OVAS „SLAYERS SPECIAL“, „SLAYERS EXCELLENCE“)

Das 1995 erschienene Slayers Perfect (oder auch Slayers: The Motion Picture) etwa setzt auf diesselben Slapstick-artigen und anarchischen Zutaten, welche schon die Serie ausgezeichnet haben. Inhaltlich geht es natürlich abermals vorrangig um die hier noch junge Magierin Lina Inverse und ihre (spätere) Reisegefährtin und Erzrivalin Naga, die weiße Schlange. Die zunächst allein reisende Lina trifft auf eine Gruppe von Banditen, welche sie dank ihrer magischen Fähigkeiten aber ordentlich und mühelos aufmischt. Als diese mit Naga als Verstärkung auftauchen, scheint sich die Lage zwar zunächst zu verkomplizieren, da aber Nagas moralischer Kompass eher flexibel ist, haut sie ihre vermeintlichen Kollegen kurzerhand übers Ohr und wechselt prompt die Seiten. Als Belohnung winken nämlich zwei Tickets zu der berühmten  Mipross-Insel, welche die Schergen im Gepäck hatten. Die Insel gilt ob ihrer heißen Quellen als wahres Wellness-Paradies, weshalb es sich die beiden nicht nehmen lassen, Gebrauch von ihrem vermeintlichen Glück zu machen und via Schiff dorthin zu reisen. Kleinere Scharmützel mit allerlei Gesindel und Festschmäuse und touristische Verwöhnprogramme werden durch seltsame Träume unterbrochen, in denen ein alter Mann namens Rowdy zu Lina spricht: Denn offenbar hat die Insel ein Geheimnis – Nicht nur ist sie von einem dichten Nebel umhüllt, der sich nur an wenigen Tagen lichtet, auch ein Dämon soll die Insel in Beschlag genommen haben. Nun sollen sich die beiden Chaos-Magierinnen also dieses Dämons annehmen – Rowdy verspricht Lina im Gegenzug den Zugang zu einer besonders heißen Quelle, die ihre Oberweite auf magische Weise vergrößern soll.

Der Plot ist interessant, aber ein wenig bizarr geraten, weil er auf denkbar merkwürdige Weise Themen wie Zeitreisen mit einflechtet, und die Zusammenhänge narrativ nicht immer ganz kohärent sind. Natürlich sind vor allem die optischen Schauwerte und Animationen des ersten Films aber wesentlich opulenter im Vergleich zu den ersten Staffeln aus den 90ern. Die Lead-Charaktere sind gut geschrieben, viele zentrale Figuren aus der Serie sind aber noch nicht mit von der Partie, ich rede hier etwa von Charakteren wie Gourry, Zelgadis, da der Film chronologisch signifikant früher angesetzt. Naga wird hingegen recht schön eingeführt. Pacing und Humor müssen, obwohl sich Slayers Perfect recht dicht an die Vorlage hält, ein wenig Federn lassen, weil die Gagdichte einerseits niedriger ist, und gleichermaßen timingmäßig nicht alle Gags gleichermaßen zünden wie in der Serie. Dennoch macht die Dynamik zwischen Naga und Lina durchweg Spaß, weswegen man den Film gut als Einstieg nehmen kann.

Slayers Return erschien nur ein Jahr nach dem Erstling und erzählt erneut primär von Lina und Naga, die nach einem gefrässigen Kampf um die letzten Futterrationen, der in einer gewaltigen magischen Explosion mündet, auf ein Mädchen namens Salina treffen, das verwundet scheint. Tatsächlich trägt sie die Verletzungen aber nicht von der Explosion, stattdessen stammt sie aus dem Dorf Biaz, dessen Bevölkerung von einer Organisation namens Zein versklavt worden ist, um Ausgrabungen nach einem scheinbar mächtigen Elfen-Relikt. Die sonst so selbstsüchtige Lina beschließt nach anfänglichem Desinteresse zu helfen, hat aber natürlich durchaus auch ökonomische Interessen im Sinn. Obgleich das Dorf recht fix von der eher schlecht organisierten Bande befreit ist, folgt schon bald die erneute Konfrontation – Denn der Zauberer Garev strebt nicht weniger als die Weltherrschaft an, und dabei soll ihm das vergrabene Objekt helfen.

Letzlich geht es bei Slayers Return um zwei Dinge, von denen der Plot lebt: Was ist das Geheimnis des mysteriösen Objekts, das unter der Erde am Rande des Dorfes verborgen liegt, und dem amüsanten Gedankenspiel, wer wohl das größere Übel ist. Die ebenso egomanischen wie zerstörerischen Magierinnen oder die Unterjochung durch die Organisation.

Den Humor beim zweiten Film fand ich zwischen den Zeilen spürbar böser als beim eher albernen Erstling. Das liegt tatsächlich daran, dass die Figuren von Lina und Naga hier noch eine ganzen Tacken ambivalenter angelegt sind. Ansonsten haben wir erneut eine tempo- und actionreiche Episode nach klassischer Slayers-Manier.

Abermals ein Jahr später erschien dann der dritte Film Slayers Great von 1997: In diesem erreichen  Lina und Naga ein Dorf, welches offenkundig dafür bekannt ist, dass dort bewegliche Golems erschaffen werden. Zu Beginn retten sie dann folgerichtig ein Mädchen namens Lina Einburg aus einer misslichen Lage, als diese von einem Stiergolem bedrängt wird. Zum Dank lädt sie die beiden Streithähne zu sich nachhause ein, wo sie Zeuge eines Konflikts zwischen Linas Vater Galia Einburg und seinem Bruder Huey werden. Beide gehören zur Zunft der Golemerbauer, sind sich in ihrer Designphilosophie uneinig.

Ein Streit, der gleichermaßen auch Auswirkungen auf das Dorf hat, in dem zwei Fürsten um die Vorherrschaft buhlen und den Konflikt in Form eines Golemkampfes austragen. Können Lina und Naga den Streit schlichten oder verschlimmern sie, wie üblich, die Lage?

Wenngleich Slayers Perfect den besten Schurken hat, und Slayers Return den bösesten Humor, ist Slayers Great tempo- und gagtechnisch am besten gelungen, weil hier das Chaos einfach derart überbordend dargestellt wird, dass man um einige Lacher nicht umhin kommt.

Slayers Gorgeous als vierter Teil von 1998 ist dann der letzte vollwertige Spielfilm. Hier sind Lina und Naga in einer Stadt zu Gast, und natürlich wieder am Futtern, als die Bewohner plötzlich sang- und klanglos in ihren Häusern verschwinden. Der Grund dafür wird recht schnell klar: Ein Drache greift an – Der kann aber vertrieben werden. Als Lina das lokale Oberhaupt Fürst Calvert zur Rede stellt, stellt sich raus, dass die Drachen von dessen verzogener Tochter geschickt werden, weil sie ihren Taschengeldbetrag für nicht hoch genug hält. Natürlich werden auch hier die Fronten mal gewechselt, und natürlich ist auch hier Marlene, so der Name des Görs, nicht die letzte zu bekämpfende Instanz.

Letzlich ist und war Slayer Gorgeous ein Teil in der Tradition der restlichen Slayers Filme, fällt qualitativ aber ein wenig von den anderen Beiträgen ab, weil hier schon herbe Abnutzungserscheinungen sichtbar werden. Struktur und Gags wirken altbekannt, als hätte man Versatzstücke aus den anderen Filmen und der Serie zusammengeworfen. Das ist zwar immer noch unterhaltsam, kommt aber nicht an den Rest ran.

Und auch der letzte Titel im Bunde, Slayers Premium, hat qualitativ gewissermaßen seinen Zenit überschritten. Man merkt, dass es hier weniger um den Plot geht, als dass man vielmehr einen Ensemble-Fanservice-Film abliefern wollte. Slayers Premium ist ein spielfilmtechnisches Comeback – Nachdem nämlich Film 1-4 bis 1998 im 1-Jahres-Rhythmus erschienen, kam Premium als Nachzügler erst drei Jahre später.

Der Film hebt sich in mehrfacher Hinsicht von den anderen ab: Hier kommen nämlich die Mitstreiter aus der Animeserie allesamt vor – also Amelia, Zelgadis, Gourry und Xellos – Naga hingegen spielt eine eher kleine Rolle und hat nur einen kurzen Cameoauftritt. Hier sind Lina und Gourry in der Küstenstadt Accassi unterwegs, in der sie sich, wie sollte es anders sein, ihrer Lieblingsbeschäftigung widmen: Dem Essen. Kulinarische Spezialität ist hier Oktopus. Dieser entpuppt sich jedoch als verfluchte Speise und auch Gourry wird infolgedessen zum Betroffenen. Es gilt also herauszufinden, wer hinter dem Fluch steckt und was damit bezweckt wird.

Slayers Premium ist mit Abstand der kürzeste Beitrag und hat eine Laufzeit von 28 bzw. in der Extended Version 32 min. Es ist auch der einzige Spielfilm, der nicht von J.C. Staff produziert worden ist, sondern stattdessen von dem Hal Film Maker Studio. Vertrieb übernahm seinerzeit aber auch hier TOEI Animation. Durch die kurze Spielzeit bekommen die Charaktere insgesamt wenig Screentime, weshalb sich der Humor irgendwie trotz der kreativen Grundprämisse nicht so richtig entfalten kann. Für Komplettisten ist der Film natürlich ein schönes Nice-to-have, sonderlich bemerkenswert fand ich ihn jetzt dennoch nicht.

Ansonsten sind noch die beiden jeweils 3-teiligen OVAs „Slayers Special“ und „Slayers Excellent“ mit an Bord, deren Episoden auch jeweils nicht zusammenhängend, sondern eigenständige halbstündige Stories bilden. Die Special OVAs (auch als The Book of Spells bekannt)  wurden zwischen 1996 und 1997 produziert, und sind chronologisch ebenfalls vor der eigentlichen Anime-Serie angesiedelt. Ich glaube tatsächlich, dass die besagten OVAs gar als Prequel zum ersten Film gelten – Insofern fokussieren wir uns erneut auf Lina und Naga, während der restliche bekannte Charakterroster durch Abwesenheit glänzt. Es gibt einige Fans, die gerade dieses Duo eher schwerfällig finden, und die späteren, in der Anime-Serie recht gut herausgearbeiteten Figuren vermissen – ich muss sagen, mir haben die 6 OVAs pacing- und humortechnisch mit am besten gefallen. Insofern sind auch beinahe das Highlight der Compilation.

BILD UND ANIMATION

Die Bildformate der einzelnen Beiträge auf der Zusammenstellung fallen unterschiedlich aus. Die ersten beiden Filme sowie die OVAs etwa kommen in Auflösungen von rund 1500 x 1080 und einem Bildformat daher, das geringfügig größer als das klassische 4:3 Format ist und entsprechend von der wohlbekannten Pillarbox umrahmt wird – Slayers Great und Slayers Gorgeous hingegen werden im 16:9 Format wiedergegeben, was insofern erstaunlich ist, als dass das Format bei 90er Jahre Produktionen keinesfalls gängig ist, aber vermutlich den ehemaligen Kinofassungen entsprechen dürfte. Ansonsten merkt man dem Anime natürlich sein Alter im Großen und Ganzen an – gerade Film 1-4 und die OVAs, die alle Mitte bis Ende der 90er erschienen sehen natürlich entsprechend betagt aus. Allerdings sind sowohl die Designs- und auch Animationen recht gut gealtert, was natürlich daran liegt, dass es einerseits Spielfilme sind, die ohnehin höhere Production Values haben als reine TV-Produktionen, aber auch durch den cartoonig-überzeichneten Look, mit dem man vieles kaschieren kann. Zudem wurde das Bildmaterial von den Produzenten anlässlich des 20-jährigen Jubiläums vom 35mm-Negativ abgetastet und remastered. Deswegen wirken die Bilder auch relativ clean und kommen in der Regel ohne Artefakte aus. Die Szenen, in denen es sich offensichtlich um hochskaliertes  SD-Material handelt, sind dann wohl jene, in denen das originale Bildmaterial offenbar zu stark beschädigt war. Aber auch die sehen i.d.R. besser aus als auf den alten DVD-Releases.  Wie auch schon bei Kare Kano, Armitage und Konsorten finde ich den handgemachten 90er Jahre Stil ohnehin wesentlich charmanter und plastischer, als die CG-gestützten Animationen und Umgebungen in neueren Animeproduktionen.

© Hajime Kanzaka, Rui Araizumi/“Slayers“ Production Committee

Und hier entpuppt sich der letzte Film, Slayers Premium, abermals als schwächstes Glied der Zusammenstellung: Denn weil der Film Anfang der 00er Jahre einen technologischen Spagat zwischen analoger- und digitaler Trickfilmtechnik wagte, wirkt das Bild im Ganzen ziemlich unhomogen, weil die analogen Parts an der damals niedrigen Auflösung kranken. Hierdurch bilden sich bei Slayers Premium Artefakte, die es bei den anderen Franchisebeiträgen so nicht zu sehen gibt. Ansonsten kommt auch der letzte Film obligatorischerweise im 16:9 Bildformat.

Trotz der Kritikpunkte lässt sich sagen, dass das Bild der nipponart-Compilation auf Blu-Ray in jedem Falle einen Mehrwert gegenüber der vergriffenen DVD-Ausgabe von OVA Films aus dem Jahre 2005 bildet und somit für Sammler die eindeutig bessere Wahl ist.

TON UND SYNCHRONISATION

Beim Dub setzt die Nipponart-Ausgabe aber tatsächlich auf die sehr wertige Synchro, die von OVA Films in Auftrag gegeben worden ist. Die Lokalisierung ist weitgehend gelungen, die Gags zünden auch in ihrer deutschsprachigen Ausgabe und wirken kohärent. Die Sprecherriege ist gerade bei den Hauptfiguren durchweg gut besetzt. Lina Inverse wird von Shandra Schadt gesprochen, die in jüngerer Zeit als Stimme von Elisabeth Olsen in der Avengers-Reihe bekannt sein dürfte, wo sie Scarlet Witch bzw. Wanda Maximoff spricht. Naga wird hingegen von der ebenso erfahrenen Veronika Neugebauer vertont, die zwar weniger bedeutendes Hollywood-Material gesprochen hat, aber primär als deutsche Stimme von Ash Ketchum in den Pokémon-Kinofilmen gewirkt hat. Auch bei den Nebencharakteren findet man immer wieder recht prominente Sprecher, die man so aus zahlreichen anderen Anime-Produktionen kennt. Der Ton ist weitgehend gut abgemischt, und meist auch lippensynchron.

Auf der Blu-Ray findet sich neben der deutschen Tonspur, auch die japanische, die im verlustfreien Surround-Format (DTS HD MA 5.1) vorliegt. Die Abmischung nutzt die Bandbreite eines geeigneten 5.1. Systems tatsächlich auch sowohl in den Höhen- als auch Tiefen recht gut aus. Bei den OVAs liegt der japanische Dub nur im PCM 2.0 Format vor – Hier muss auf direktionale Spielerleien verzichtet werden.

Die Untertitelung wurde an das Bild der Blu-Ray angepasst und fügt sich stimmig ins Bild – Die Lokalisierung ist auch hier gut gelungen. Ich habe wenige orthografische Fehler oder falsche Benennungen ausmachen können. Die Songs sind nicht untertitelt.

AUFMACHUNG

Wie beinahe üblich bei den nipponart-Gesamtausgaben, hat man sich auch bei dieser Compilation redlich Mühe gegeben, dem geneigten Käufer ein wertiges Gesamtpaket zu schnüren. Die Blu-Ray Ausgabe kommt im Digipack und entsprechendem Pappschuber daher. Die Alterskennzeichnung ist nicht aufgedruckt, sondern lässt sich als Sticker entfernen, während der Schuber selbst ohne FSK-Siegel kommt. Die Inlays sind mit hübschen und gut aufgelösten Illustrationen  versehen, die den ästhetischen Gesamteindruck wunderbar abrunden.

Es gibt als kleine Dreingaben Sticker sowie ein Booklet. Die digitalen Extras sind nicht weiter nennenswert: Es gibt cleane Versionen der Openings- und Endings sowie die Trailer zu den Filmen und OVAs.

 

FAZIT

Die Slayers – Movies und OVA Compilation ist sowohl für Einsteiger ins Slayers-Universum denkbar gut geeignet, als auch für Leute, welche die Filme bereits in der alten DVD-Veröffentlichung ihr Eigen nennen. Erzählerisch sind alle Filme als Prequel zur Anime-Adaption konzipiert, weshalb das Figurenroster noch nicht so groß ist, wie bei der Serie. Primär konzentriert man sich auf die Figurendynamik zwischen Lina und Naga. Die Stories sind in sich abgeschlossen und können demnach auch von Neueinsteigern nachvollzogen werden. Der Humor der Action-Comedy-Reihe pendelt zwischen albern, anarchisch  und mitunter bitterböse. Das Writing ist nicht immer ganz so gut gelungen wie in der Serie, die Figurenzeichnungen bleiben ab und an recht flacht, und auch das Timing der Gags funktioniert in der Serie mitunter besser. Dennoch sind sowohl die OVAs, als auch die Filme weitgehend maximal unterhaltsam, einfach weil die Parodie auf westliche Fantasy-Erzählungen auch im Spielfilm- und OVA-Format gut funktioniert. Der einzige Ausfall, sowohl handwerklich als auch dramaturgisch, ist für mich Slayers Premium von 2001. Das vergleichsweise große Figurentableau kann sich in der kurzen Spielzeit nur schwerlich entfalten und der Mix aus digitaler und analoger Technik ist schlechter gealtert als die älteren, rein analogen, Pendants. Will man die heimische Slayers-Sammlung komplettieren, darf oder muss man hier sogar beherzt zugreifen. Denn die Filme und OVAs werden von nipponart hier in der aktuell besten Qualität gebundelt und sind für rund 39,99 EUR ein Schnapper, zumal die Aufmachung gewohnt hochwertig ausfällt.

ALLGEMEINE DATEN 

Erscheinungstermin:  21. Oktober 2019

Slayers-1
© Hajime Kanzaka, Rui Araizumi/“Slayers“ Production Committee

Publisher:  nipponart

Genre: Fantasy. Comedy

Laufzeit: 460 min.

FSK: 16

Format: 16:9 (Film 3-5); 16:9 in Pillarbox (Film 1-2 und OVAs)

Ton/Sprache: DTS HD MA 5.1 Deutsch und DTS HD MA 5.1 Japanisch (OVAs: PCM 2.0)

Bei Amazon bestellen:

Slayers – Movie & OVA BD-BOX

 

Handlung

Monster, Mythen und Dämonen! Wer kennt nicht die beiden tollkühnen Zauberinnen Lina Inverse und Naga sowie deren tollpatschigen Gefährten Gourrie Gabriel, die im alltäglichen Kampf mit Göttern, Dämonen, Drachen und Monstern nicht den Spaß an neuen Abenteuern verlieren. Die populäre Fantasy-Reihe Slayers gehört zum stilgebenden Titel ihres Genres, und erstmals sind nun auch alle Slayers Movies und OVAs remastered als Blu-ray in einer Box erhältlich!

Quellen: www.nipponart.de, amazon

Copyright: © Hajime Kanzaka, Rui Araizumi/“Slayers“ Production Committee

Slayers - Movies and OVAs Gesamtausgabe auf Blu-Ray
  • Handlung
  • Inszenierung/Regie
  • Zeichnungen
  • Animation
  • Score/Soundtrack
  • Unterhaltung bzw. Anspruch
  • Technische Umsetzung Blu-Ray
3.9
Über Martin Pilot 429 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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