„Seltsamer Mutant“ produziert in Portalmanier

Valve wollte nur etwas mehr automatisieren als der US-Standard. Dann ist das Ganze etwas aus dem Ruder gelaufen.

Eigentlich wollte Valve seine Controllerproduktion flexibel gestalten. Flexibel heißt: Viele Maschinen, viel automatisieren. Ein bisschen so wie bei Valve’s Allzeitklassiker Portal 1 & 2, bloß sind die Roboter nicht ganz so lässig bzw. psychopathisch drauf wie Atlas und P-Body. Dann sei „das Ganze etwas aus dem Ruder gelaufen“ und entstanden ist – mehr oder weniger zufällig – eine der größten, vollautomatischen Montageketten der USA.

Das Valve Herzblut in sein Projekt gelegt hat, lässt sich auch am für den Controller betriebenen Entwicklungsaufwand erkennen. Dennoch gehen die Meinungen bei diesem entscheidenden Bestandteil von Valves Home-Entertainment-Strategie, die Computerspieler an den Fernseher holen soll, sehr weit auseinander.  Während auf Steam selbst ca. 2000 Reviews eher positiv ausfallen, sind Kritikerurteile von Kollegen wie Techradar, Gamestar und sogar (!!) IGN eher verhaltener.

Venturebeat bezeichnete ihn gar als „seltsamen Mutanten“, der Maus, Joystick, Lenkrad und Gamepad vereinen will und könnte, dem aber noch der irgendwie entscheidende Tick fehle. Gelobt wird die Flexibilität und der hohe Grad an Individualisierbarkeit, kritisiert hingegen die leichte Ungenauigkeit, die Fixierung auf Steams Big Picture Modus und die daraus resultierende, mangelnde Abstimmung zu einigen spielen. Valves Controller ist für 55€ bei Steam erhältlich.

0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments