Shenmue 3: Neue Impressionen und Details zum Action-Adventure von der Reboot Develop Blue 2019

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Im Zuge der Veranstaltung “Reboot Develop Blue 2019” im kroatischen Dubrovnik wurden zum heißersehnten Action/Adventure Shenmue 3 neben frischen Details zum Gameplay, auch neue In-Game Bilder sowie ein rund einstündiges Video vom Panel mit Yu Suzuki veröffentlicht. Brandon Sheffield, Game Director bei Necrosoft, veröffentlichte über seinen Twitter-Kanal eine großzügige Slide-by-Slide Zusammenfassung der Präsentation:

Yu Suzuki wies etwa daraufhin, dass sich der Spielstil bereits von Shenmue zu Shenmue 2 geändert habe. Auch Shenmue 3 wird sich dezent anders spielen – Suzuki sei allerdings davon überzeugt, dass die Spieler*Innen von dem, was die Entwickler erschaffen haben, überzeugt sein werden. Letztenendes fühle es sich an wie ein Shenmue.

Der berühmt-berüchtigte Gablerstapler wird wieder mit an Bord sein (wir berichteten). Was wir wissen: Er wird langsamer sein als in den vorherigen Ablegern. Er soll aber insgesamt besser ins Spiel integriert worden sein. Weitere Details blieben vorerst aus.

– Der Schwerpunkt der Minispiele soll auf physischen und mechanischen Automaten liegen. So werden mitunter Kranspiele, die bekannten Gacha-Automatenund weitere Spiele dieser Machart enthalten sein. Allerdings sollen auch elektronische Spiele sollen mit von der Partie sein. Bei den Minigames kann man Tickets gewinnen, die sich gegen Preise eintauschen lassen, und welche auch mit dem Skilltree im Zusammenhang stehen.

– Die Lernkurve soll sowohl Alteingesessene Spieler ansprechen, die bereits vertraut mit dem Franchise sind, aber auch Neulinge sollen das Spiel verstehen und genießen können. Deshalb wird es Rückblenden als Film geben (ähnlich wie Shenmue: The Movie oder die Rückblenden bei Yakuza) – Dennoch empfiehlt Suzuki, dass man die Vorgänger vorher spielt.

Das Kampfsystem im Dojo-Raum wurde auch modifiziert. Das Training nimmt jetzt wesentlich mehr Raum ein. Man hier etwa an einem Holzmann das Moveset trainieren, in Matches kämpfen und die Fähigkeiten ausbauen. Es gibt ein Level-System. Man wechselt zwischen der Haupthandlung und Trainingsphasen, um Kämpfe innerhalb der Geschichte zu meistern. An dem Part sitzen die Entwickler allerdings noch, weshalb es hier zu Änderungen kommen könnte.

Zudem werde es verschiedene Modi für die Kämpfe geben. Man soll gezielt die Schwierigkeit einstellen können – von “einfach” bis “Diesen Modus besser nicht spielen”.

Mit dem Schwierigkeitsgrad ändert sich auch die Komplexität der Steuerung. Auf niedrigeren Graden wird es ein “Assist System” geben. Die Spieltiefe soll dabei aber nicht dem von Virtua Fighter gleichen. Es soll ein “unterhaltsames Tool für Action und Fortschritt” sein.

– Im Dorf Baidu lebt man in einer provinziellen, ruralen Gegend – Es ist eines der beiden Hauptgebiete. Mit Items und Preisen aus den Minigames kann man Fähigkeiten kaufen und freischalten, die dann in einem Büchlein zu finden sind, in welchem alle Fähigkeiten gelistet sind.

Außerdem plauderte Yu Suzuki über die heutigen Sandboxen und wie sie im Verhältnis zu seinem FREE-System stehen. Er habe das Gefühl, dass moderne Open World-Spiele immer noch linear seien, wenn es um Fortschritt und Plotzeichnung ginge.

Er glaube zudem an eine Vielfalt von Puzzleelementen und multiple Handlungs- und Lösungswege.

– Außerdem versucht er einige Spielmechaniken in Shenmue 3 unterzubringen, die er bereits in Teil 1 und 2 realisieren wollte, aber aus technischen Gründen nicht konnte. Als Beispiel nennt er, dass man einen Gegenstand nehmen könne, diesen verpfände, um das Geld zu verspielen (wie beim Pachinko).

 

Insgesamt wird Shenmue 3 deutlich RPG-lastiger als die beiden Vorgänger. Wenngleich Shenmue 3 vom Umfang her weniger gigantomanisch scheint als Shenmue I und II damals, und Budgettechnisch im Hier und Heute eher als ein mittelgroßer Indie-Nischentitel durchgeht, so scheinen die großen und visionären Ambitionen von Suzuki nach wie vor präsent. Ich jedenfalls bin von den aktuellen Ankündigen gehypt.

Shenmue 3 erscheint am 27. August 2019 via Deep Silver.

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Über Martin Pilot 336 Artikel
27 Jahre jung, beschäftige ich mich schon nahezu mein ganzes Leben mit Videospielen und Videospielkultur. Erstmals in Kontakt gekommen mit dem Medium bin ich Anfang der 90er Jahre mit einem Commodore 64 von der Resterampe, wo ich ausgiebig Giana Sisters und die Turrican-Umsetzungen suchtete und immer ein bisschen neidisch zu den Amiga-Besitzern rübergeschielt habe. Mitte bis Ende der 90er Jahre war ich vordergründig im Sega-Lager unterwegs - Bis heute ist die Sega Dreamcast meine liebste Plattform (Shenmue *hrhr*). Ich studiere darüber hinaus Englisch und Geschichte auf Lehramt und bin von meinen Interessen generell sehr auf die Darstellenden Künste fokussiert (Musik/Film/Theater).

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