Teil 2 der Star-Wars-Videospiel-History am #Retrosonntag – Der Stab wird weiter gegeben: 1983 – 1987

Nachdem Star Wars ein unglaublicher Erfolg an der Kinokasse wurde, blieben natürlich die Umsetzungen für die damals beliebtesten Konsolen nicht aus. Nach den ersten 3 Titeln, die wir im ersten Teil kurz beleuchtet haben, nahmen sich Atari und Brøderbund der Marke an.

Star Wars: The Arcade Game

Vector-Grafik, Original-Soundtrack und ein für damalige Zeiten, packendes Gameplay – so stellte sich die Arcade-Version des Angriffs auf den Todesstern dar. Unter der Federführung von Atari würde tatsächlich die Mammutaufgabe übernommen, das auf die Heimvideospielsysteme zu portieren. Mit einer schieren Masse an Versionen, neben dem Atari 2600 wurden auch der 5200, das Colecovision und im Heim-PC-Segment der Commodore C64, der Amiga, Atari ST, Amstrad CPC, wieder der ZX Spectrum und die, schon damals exotischen, Arcorn Electron sowie der BBC Micro bedacht.

Bis auf den Atari 5200, der die Möglichkeit der Vector-Grafik-Darstellung implementiert hatte, war es sehr schwer, die Spielhallenversion gut auf die verschiedenen Systeme zu herüber zu bringen. Doch gelang es, sogar auf der Kleinen Atari-Konsole, mit ein paar Tricks und Abstrichen, sehr gut.

The Arcade Game ist eine der wenigen Filmumsetzungen, die fast alles richtig gemacht haben. Es besteht im Großen und Ganzen aus drei Phasen. Im ersten Abschnitt geht es darum, eine gewisse Anzahl von Tie-Figtern aus dem Cockpit seines X-Flüglers ab zu knallen. Ist das Geschäft, geht es auf die Oberfläche des Todessterns, um Laser-Türme auszuschalten, immer noch unter ständiger Attacke der imperialen Kampfraumer. So kämpft man sich zum großen Finale: der Flug durch den Graben um mit einem gezielten Schuß in die Ventilationsöffnung die Kampfstation ins All zu blasen.

Auf den stärkeren Konsolen, als auch im PC-Sektor glänzt das Spiel mit hervorragenden Soundsampeln aus dem ersten Kinofilm und bringt ein erstaunlich gutes Spielgefühl mit sich.

Star Wars: The Empire Strikes Back

Auf das gleiche Spielprinzip griff 1987 der Nachfolger zurück. Diesmal mit vier Abschnitten.

Am Steuerknüppel eines Snowspeeders geht es über die Oberfläche des Eisplaneten Hoth um genügend Spion-Droiden des Imperiums zu vernichten. Sobald dies erledigt ist, geht es zu einem der imposantesten Level der damaligen Videospielgeschichte: der Angriff auf die imperialen AT-ATs und AT-STs. Hier kommt die bekannte Szene ein spielerisches Andenken, in der man mit der Harpunen-Kanone die Beine der Kampfläufer umkreist, bis diese in sich zusammen brechen. Klasse. Abgesessen und rein in den Millenium Falcon. Diese Phase gleicht dem ersten Level aus dem Vorgänger – Tie-Fighter zerstören bis man den Zugang zum Asteroidenfeld erlangt. Leider ist dies das schwächste Level des ganzen Spiels und hätte bestimmt durch eine anderen Sequenz ersetzt werden können. Wenn der Spieler durch das Feld durch ist, sieht man, wie der Falke vor der Executor flieht und damit fängt es wieder von vorne, schwieriger, an.

Durch die federführende Übernahme des Videospiel-Riesen Atari und der Portierung der Spielhallen Programme schafften es die Star-Wars-Games endlich, den großen Massenmarkt zu erreichen. Auch die Verbreitung der Computer in den heimatlichen Wohnzimmern brachte endlich den ersehnten Erfolg.

Teil 3 folgt demnächst.

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