Update: Sony will Let’s Plays kapern

Wir berichteten: Let’s Play, eine allgemeingültige Standardphrase des Internets, soll nach Sonys Willen geschützt und für die Firma lizensiert werden. Wurde beanstandet. Weil allgemein gültig? Ne, weil Verwechslungsgefahr besteht.

Hätte man meinen können, dass ausnahmweise Mal der gesunde Menschenverstand gesiegt hat. Aber nein, Let’s Plays werden wahrscheinlich nichts zu befürchten haben, weil die Beanstandungen der US-Behörde vom 29.12. in der Verwechslungsgefahr mit dem bereits bestehenden Markeneintrag „LP Let’z Play“ gründen. Und der wurde bereits geschützt. Sony hat jetzt 6 Monate Zeit, sich das Ganze nochmal durch den Kopf gehen zu lassen.

Hoffen wir also, dass sich Gronkh & Co. demnächst nicht vertippseln: Sonst besteht Verwechslungsgefahr.

Hier nochmal der Originalbeitrag:


 

Der japanische Soft- und Hardwaregigant übt sich seit Oktober in dem ambitionierten Versuch, sich den Term „Let’s Play“ in Amerika schützen zu lassen

Zweifellos ließe sich damit ein riesen Reibach machen, wenn Sony damit durchkäme. Der Konzern mit Hauptsitz in Minato bei Tokio hatte schon Ende Oktober einen Antrag eingereicht, um sich den Begriff „Let’s Play“ rechtlich schützen zu lassen. Hieraus ergäbe sich das Recht, dass der Konzern Abgaben für die Nutzung des Begriffs erheben dürfte und dieser in der Folge entsptrechend gekennzeichnet werden müsste. Also quasi  „Let’s Play™„.

Der Begriff wird mannigfaltig auf YouTube für episodenweises Vorspielen von Videospielen gebraucht. Bisher fielen Let’s Plays in rechtlicher Sicht auch eher damit auf, dass in einigen Fällen Streitigkeiten über das Urheberrecht entstanden. Meistens dulden Videospielkonzerne jedoch (auch kommerzialisierte) Let’s Plays, um vom Werbeeffekt zu profitieren.

Gronkh und Sarazar: Deutschlands mit berühmteste Let’s Player

Etymologisch gesehen ging man bisher davon aus, dass der Begriff sich auf der Plattform Something Aweful gebildet hat und später dann zu YouTube rübergeschwappt ist. Wie genau Sony also seine Ansprüche begründet, bleibt von daher rätselhaft.

Ähnliches scheint auch die US-Behöhrde zu denken, da sie am 29.12.2015 die Anfrage zurück an Sony schickte, damit die Firma ihr Anliegen weiter begründet, da Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Ansprüche bestünden. Dies stellt soweit einen normalen Vorgang dar.

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