Valve unterstützt weiterhin Linux und wird neben Ubuntu mit weiteren Distributionen zusammenarbeiten

© Steam/Linux

Valve erklärt, es ist sehr wahrscheinlich, dass Ubuntu mit Steam weiterhin unterstützt wird, da Canonical die Einstellung der 32-Bit-Unterstützung für Ubuntu 19.10 rückgängig gemacht hat. Die Spielefirma wird mit weiteren Vertriebsmanagern zusammenarbeiten.

Valve ist entschlossen, Linux weiterhin als Spieleplattform zu unterstützen. Das Unternehmen nennt Arch Linux, Manjaro, Pop! _OS, Fedora und viele andere als Linux-Distributionen, die heutzutage ein gutes Spielerlebnis bieten. Valve fragt bei Entwickler von Linux-Distributionen nach, ob diese mit ihnen zusammenarbeiten möchten, und bitte, sie Kontakt aufzunehmen. Das Unternehmen gibt jedoch nicht an, welche Distributionen offiziell unterstützt werden.

In einem Blog erklärt Valve, warum die 32-Bit-Unterstützung für Steam wichtig ist und warum in der vergangenen Woche angekündigt wurde, dass Ubuntu ab Version 19.10 nicht mehr unterstützt wird (siehe unsere News dazu). Diese Meldung kam, nachdem Canonical angekündigt hatte, dass die 32-Bit-Unterstützung ab dieser Version eingestellt werde. Es gab viel Kritik nach dieser Ankündigung, insbesondere von der Linux-Gaming-Community. Canonical hat daraufhin beschlossen, diese Entscheidung umzukehren und 32-Bit weiterhin zu unterstützen.

Valve sagt, dass nicht nur der Steam-Client 32-Bit-Unterstützung benötigt, sondern auch Tausende von Spielen auf der Plattform. Es ist möglich, den Steam-Client in einer 64-Bit-Umgebung auszuführen, aber ohne zusätzliche Kompatibilitätsebenen wäre ein Großteil des Steam-Spielangebots für Benutzer nicht mehr verfügbar, was Valve als inakzeptabel ansieht.

Für Steam unter Linux sind unter anderem 32-Bit-Treiber für glibc, ELF-Loader, Mesa und Nvidia erforderlich. Valve befasst sich seit einiger Zeit mit der Verwendung von Containern, um nicht von 32-Bit-Komponenten abhängig zu sein. Ein Wechsel wäre jedoch vor der Veröffentlichung von Ubuntu 19.10 nicht möglich. Langfristig möchte Canonical auch auf Container umsteigen, um weiterhin 32-Bit-Unterstützung anbieten zu können.

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