Viele frische Details zu Resident Evil 2 – Infos zu Figurendesign, Spielmechanik und zur Collector’s Edition

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Es gibt einen ganzen Haufen frischer Details zu CAPCOMS Resident Evil 2: Ob der anstehenden Veröffentlichung des Survival Horror-Titels am 25.1.2019, beantworteten Director Kazunori Kadoi, Team Director Yasuhiro Ampo sowie Producer Yoshiaki Hirabayashi im Rahmen eines Interviews mit dem japanischen Branchenmagazin Famitsu einige Fragen, die wir nachfolgend ein wenig aufbröseln.

Die Entwickler erwähnten zunächst, dass sie von der positiven Rezeption des Titels auf der E3 überrascht gewesen seien und dem Umstand, dass sie mit dem Game Critics Award ausgezeichnet worden seien. Die Entwicklung verlaufe „einwandfrei“ und man sei sich der hohen Erwartungen an das Spiel bewusst und wolle diese auch erfüllen.

Team Director Yasuhiro Ampo verriet, dass Resident Evil 2 rund zwei Jahre nach Veröffentlichung von Resident Evil 7: Biohazard den Vorgänger natürlich visuell übertreffen müsse. Da das Entwicklungsteam zum ersten Mal mit der neuen RE Engine arbeitete, muss man erst einmal ein Feeling für sie und ihr Leistungspotential entwickeln, sei aber von der Performance überrascht gewesen:

Der Artstyle ist ein anderer als bei Resident Evil 7: Biohazard – Während RE7 eher auf einen fotorealistischen, organischen Stil setzt, soll RE2 etwas cineastischer daherkommen. Es wäre schwierig gewesen, den Stil von RE7 zu übernehmen. Deshalb sei die Entwicklung vielfach auch mit „Trial & Error“-Phasen verbunden.


KEY ART

Die neue Key Art ist eine Hommage an die Resident Evil 2: DualShock Version aus dem Jahr 1998. Es ist nicht bloß eine Reproduktion, sondern ein uniques Design für das neue Spiel


ZU DEN CHARAKTEREN:

In Resident Evil 2 ist Leon 21 Jahre und Claire Redfield 19 Jahre alt. Sie wurden von realen Modellen aufgenommen und so angepasst, dass sie sich in die Umgebung einführen. Um ihre Kostüme zu entwerfen, wurde ein neues Design verwendet, indem man überlegte, welche Art von Ausrüstung sie nutzen würden.

Wenn die Ausrüstung zu schwer wäre, wäre es zu einfach, die Zombies zu besiegen, aber wenn sie zu leicht wäre, wäre es denkbar schwierig, in dieser Umgebung zu überleben. Man sei bei der Konzeption ähnlich vorgegangen wie bei der Produktion eines Action-Filmes.

Leons Gesicht wurde nach dem Abbild eines Schauspielers modelliert, während der Körper einer anderen Person gehöre: Einem Wrestler, der bei CAPCOM arbeitete und der eine dem Charakter entsprechende Körperstatur hätte. Der Ansatz wurde gewählt, weil es schwierig gewesen sei, jemanden zu finden, der sowohl die Gesichtsstrukturen, als auch die Körperstatur hätte, um Leon zu verkörpern.

Während das Gesicht einfach zu modellieren gewesen, wäre auch das Haardesign ein schwieriger „Try and Error“-lastiger Prozess gewesen: Man habe sich letztlich für eine Frisur entschieden, die näher am Resident Evil 4-Modell sei. Bei der klassischen Frisur hätte man ein Gefühl der Inkompatibilität zur restlichen anatomischen Struktur provoziert.

Das eigentliche 3D-Modell für Leon im Spiel wurde verwendet, um auf dieser Basis die Statue für die Collector’s Edition zu erstellen, die von einem Künstler weiter optimiert worden sei. Sie ist so nah an der Figur dran, wie man technisch gewährleisten könne. Generell habe man sich sehr viel Mühe mit der Collector’s Edition gegeben und die Resident Evil-Serie habe noch nie eine derart detaillierte Figur gehabt, die dem In-Game Vorbild so ähnlich sei.

Ähnlich wurde es bei Claire gehandhabt: Der Körper der Schauspielerin, die Patin für die Figur stand, war zu dünn für die Spielfigur Claire, weshalb auch hier Körper und Gesicht separat voneinander gescannt wurden. Für Claire war ursprünglich das Original-Design vorgesehen, aber es entpuppte sich als schwierig, das Kostüm zu entwerfen. Deshalb entschied man sich für einen moderneren Ansatz. Die rote Trademark-Farbe bleibt natürlich erhalten. Die Entwickler hätten darauf geachtet, sie auch als 19-jährige kenntlich zu machen. Sie ist ein wenig femininer als im Original, sieht nicht ganz so wild aus, dafür jugendlicher und optimistischer. Sie ist dickköpfig und mutig genug, um Orte auf eigene Faust zu erkunden.

Da sie auf einem Motorrad erscheine, habe man ihr einen Biker-Look verpasst. Man habe für das Motorrad Harley Davidson in die Entwicklung miteinbezogen, und viele Detailelemente des Motorrads sind auch von den bekannten Modellen der Herstellers übernommen worden, ebenso enthalten die Sound-Samples originale Aufnahmen eines Harley Davidson-Motors.

ZOMBIE ANIMATIONEN

Es habe während der Entwicklung viele Diskussionen gegeben, wie Zombies sich fühlen bzw. „anfühlen“ würden und beschloss, dass etwas „nass“ und „eingerostet“ treffende Adjektive gewesen seien. Da sie anatomisch den Menschen nahe stehen, haben sie versucht, sie nicht zu sehr wie Monster erscheinen zu lassen. Denn was Zombies so erschreckend mache, ist eben der Umstand, dass sie mal Menschen gewesen seien.

FIGURENENSEMBLE

Ada Wong werde auch im Spiel erscheinen, zu ihr wollten sich die Entwickler aber (noch) nicht weiter äußern. Man äußerte lediglich, dass man sehr hart an ihrem Design gearbeitet habe. Man sei bei der Konzeption sehr wählerisch gewesen und die Entscheidungsfindung sei noch schwieriger als bei Claire gewesen. Sie werde zu einem späteren Zeitpunkt enthüllt.

Sherry, die Tochter von William und Annette Birkin, sieht im Spiel nun im Remake auch etwas älter aus. Sie ist 12 Jahre alt, im Originalspiel glich sie aber eher einer 10-jährigen. Ihr Verhalten ist nun auch etwas reifer.


AUTHENTIZITÄT

Die Entwickler haben sich bemüht, den Zeitgeist der Endneunziger einzufangen. Man habe sich bemüht, Accessoires und Elemente einzubauen, die zum Zeitpunkt des Spieles, im Jahr 1998, passen würden. So ist der Song, der gespielt wird, als Leon erstmals im Spiel auftaucht, im Bewusstsein gewählt worden, dass zu dem Zeitpunkt Grunge- und Alternativerock in den USA die Charts dominierte.

Lustigerweise sei es in der E3-Demo des Spiels möglich gewesen, die Polizeistation zu verlassen. Weil das aber scheinbar niemand bemerkt habe, wurde das nicht öffentlich gezeigt.


MINISPIELE

Über die Minispiele könne man nicht viel sagen, außer dass „The 4th Survivor“ und „The Tofu Survivor“ mit von der Partie seien. Sie legen ihren Fokus aber schon auf die Wiederspielbarkeit des Titels. Sie bereiten „etwas“ vor, dass die Spieler*Innen auch langfristig bei der Stange halten soll, der Wiederspielwert soll sogar höher als bei RE7 ausfallen.

Auch betonte man, dass das Spiel gut für „Speed Runner“ sei, da es viele Situationen gebe, die es den Spieler*Innen ermöglichen würden, Zeit beim Durchspielen einzusparen. Auch ein Spieldurchgang ausschließlich mit dem Messer sei theoretisch machbar.

Resident Evil 2 werde auf der Tokyo Game Show (Anmerkung der Redaktion: Auch auf der diesjährigen Gamescom in Köln) spielbar sein, und neue Spieler*Innen wolle man ermutigen, sich auch außerhalb der Polizeistation umzuschauen.


Die Entwicklung geht nun in die Endphase und das Team ist zuversichtlich, dass man das Spiel erfolgreich abschließen können. Sowohl neue Spieler*Innen als auch Original-Fans wolle man animieren, Resident Evil 2 mit seinem frischen Look auszuprobieren.

Natürlich werden wir für euch auf der diesjährigen Gamescom selbst Hand anlegen und eine Prognose zum kommenden RE2 liefern.

https://www.youtube.com/watch?v=nQKYG1Pq5H0

 

Quelle: Famitsu via Gamefront

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