Wie sich Lara Croft im Laufe der Jahrzehnte entwickelt hat

Sind Videospiele sexistisch? Eines ist sicher: Die Spielerszene sehnt sich nach mehr weiblichen Charakteren – und Lara Crofts Charakter und Körper haben sich seit dem ersten „Tomb Raider“ im Jahr 1996 wesentlich verändert.

Als am 31. Oktober 1996 das erste Computerspiel mit einer toughen Kampfarchäologin als Hauptcharakter herauskam, waren vor allem die Männer in der Spielewelt begeistert. In „Tomb Raider“ erfüllte Lara Croft das romantische Bild einer echten Amazonenfrau: wild, unerschütterlich, stark, hübsch – und vor allem extrem kurvig.
Natürlich war diese stereotype Darstellung ziemlich peinlich, sexistisch und lächerlich. Dennoch begann eine Faszination für den virtuellen Charakter und Lara Croft wurde zur Ikone der Computerspielwelt und darüber hinaus.
Dank Entwicklern wie Core Design, später Crystal Dynamics, und Filmproduktionsgesellschaften wie GK Films hat Lara Im Laufe von zwei Jahrzehnten ganze 15 Videospiele und drei Blockbuster-Filme durchlebt.
Mittlerweile ist das Franchise sogar in Online-Casinos wie jenem von
Betway, die wiederum eng mit dem Glücksspiel-Entwickler Microgaming zusammenarbeiten, als Slot verfügbar

Der dritte Teil der Film-Serie mit Alicia Vikander in der Rolle der Heldin kam letztes Jahr im März in die Kinos.

Lara Croft ist seit langem eine Seltenheit in der Spieleszene, da weibliche Charaktere nicht als spielbar angesehen wurden. Es gibt berühmte Beispiele: 1993 erschien das erste Fußball-Videospiel der FIFA-Reihe. Viele Jahre lang galten Frauen trotz wiederholter Petitionen der Fans nicht als geeignete Spielerinnen.

Frauenköpfe mit Männerkörpern ist keine Option

Lara Croft ist seit langem eine Seltenheit in der Spieleszene, da weibliche Charaktere nicht als spielbar angesehen wurden. Es gibt berühmte Beispiele: 1993 erschien das erste Fußball-Videospiel der FIFA-Reihe. Viele Jahre lang galten Frauen trotz wiederholter Petitionen der Fans nicht als geeignete Spielerinnen.

Zum ersten Mal im Jahr 2015 veröffentlichte EA Sports mittels FIFA 16 schließlich ein Spiel mit Frauenteams – was seitdem auch so geblieben ist, mit immer besser werdenden Funktionen und Auswahlmöglichkeiten.FIFA-Chefentwickler David Rutter erklärte, warum es so lange gedauert habe: „Männer laufen und bewegen sich auf eine bestimmte Art und Weise, Frauen etwas anders. Wir wollten, dass das Ganze auch realistisch aussieht.
Selbiges gilt für das, was auf dem Feld passiert. Frauenfußball wird langsamer gespielt, und Rutters meinte dazu, dass sie nicht einfach Charaktere erschaffen können, indem sie Frauenköpfe auf Männerkörper legen

Um eine realistische virtuelle Frauenmannschaft zu programmieren, wurden Sensoren an Fußballspielerinnen angebracht, um deren Bewegungen zu erfassen – sogenanntes Motion-Capturing.

Auch Frauen können in einen Heuhaufen springen

Der französische Spieleentwickler Ubisoft, seines Zeichens Schöpfer der äußerst populären Adventure-Blockbuster-Reihe „Assassin’s Creed“, wurde von Fans, die dort eben nicht die Rolle eines weiblichen Assassin schlüpfen konnten, häufig kritisiert. Eine Frau könnte genauso gut wie Hauptdarsteller Arno Hauswände erklimmen, von Dächern in Heuhaufen springen und unangenehme Zeitgenossen eliminieren.

Die Entwickler jedoch hielten zunächst nichts von dieser Vorstellung, da die Schaffung eines weiblichen Charakters zu viel Arbeit bedeuten würde, erklärte der technische Direktor von Ubisoft, James Therien, gegenüber diversen Medienplattformen. „Man müsste wieder enorm viele Animationen und Kostüme erstellen, was den Arbeitsaufwand in diesem Bereich verdoppeln würde.“ Das ist nun mal die Realität eines Spieleentwicklers.

Aber auch in diesem Bereich hat Ubisoft schließlich seine Meinung geändert. 2015 brachte „Assassin’s Creed Syndicate“ erstmals eine Frau ins Spiel: Evie kämpft im düsteren London des 19. Jahrhunderts gegen unheimliche Templer.Die mittlerweile legendäre Ego-Shooter-Reihe von Activision, „Call of Duty“, bekam im selben Jahr auch ihre erste weibliche Figur und die Entwickler der ebenso in Frankreich ansässigen Arkane Studios fügten in „Dishonored 2“ eine Kaiserin hinzu, welche dort um ihren Thron kämpfen sollte.

Dieser Paradigmenwechsel war höchste Zeit, denn laut Bundesverband interaktiver Unterhaltungssoftware war das Publikum zu diesem Zeitpunkt bereits halb weiblich – eine Zahl, die sich bis heute nicht wesentlich verändert hat, sondern wenn noch weiter ansteigen wird.

Frauenfiguren in Desktop-Spielen
In der Zwischenzeit gibt es eine Reihe von Spielen auf dem Markt, die Frauen als vielschichtige Charaktere zeigen. In der „Uncharted“-Serie ist Nadine Ross die Anführerin einer Truppe von Soldaten, die dank ihrer Kriegserfahrungen eine überaus gute Kämpferin geworden ist.
In „Hellblade: Senua’s Sacrifice“ leidet die junge keltische Kriegerin Senua an einem Sinnesverlust und nimmt die Spieler auf eine psychologische Exkursion voller keltischer Mythologie und einer Menge an Grausamkeit mit.

Und was wurde aus Lara Croft? Im Laufe der Zeit hat sie zwar, zum Leidwesen einiger männlicher Spieler, ein paar ihrer Kurven verloren, jedoch dafür sehr viel an Tiefe gewonnen – und wir sind noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen.

Kein Ende für Lara Croft
Nach dem ursprünglichen Release von Shadow of the Tomb Raider im September 2018 veröffentlichte Eidos Montréal regelmäßig DLC-Pakete mit neuen Missionen, Herausforderungen und noch anderen Dingen.
Die Entwickler zeigen sich äußerst zufrieden mit Verkaufszahlen dieses Teils und deuten bereits weitere Spiele an.
Ein Nachfolger existiert zwar noch nicht konkret, dem Producer zufolge wird es ihn aber ziemlich sicher geben.
Wir dürfen also gespannt sein, wie die Entwicklung der populärsten Archäologin der Welt weitergehen wird.

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