Wolfenstein 2 im Review: Ein Shooter der ganz besonderen Art

Wolfenstein II
© 2018 Bethesda Softworks LLC, a ZeniMax Media company.

Nachdem MachineGames und Bethesda Softworks im Zuge der E3 2017 bekannt gaben, dass man Ende Oktober dieses Jahres ,,Wolfenstein 2: The New Colossus“ auf dem Markt bringen möchte, war die Freude bei den Fans groß. Bereits vor drei Jahren konnte der erste Teil ,,Wolfenstein: The New Order“, Presse als auch SpielerInnen überzeugen. Demnach sind die Erwartungen an den neuen Ableger hoch. Ob ,,Wolfenstein 2″ diesen gerecht wird und wie uns der Shooter gefallen hat, erfahrt ihr in unserem Review.

Der Feind: Das Regime

„Wolfenstein 2: The New Colossus“ schließt nahtlos an die Story des Vorgängers an. Explizites Hintergrundwissen aus dem ersten Teil ist nicht zwingend notwendig, da wir am Anfang des Spiels eine knapp zehn Minuten lange Zusammenfassung der vorherigen Ereignisse erhalten. Mit ,,Wolfenstein 2″ kehren wir erneut in die alternative Welt der 1960er zurück, in der das Regime die völlige Kontrolle über Amerika hat. An unserer Seite: B.J. Blazkowicz oder besser bekannt als „Terror-Billy“, ein Widerstandskämpfer, der zusammen mit dem  ,,Wiesenauer Kreis“, das skrupellose und vor allem grausame Regime zur Strecke bringen möchte. Doch leichter gesagt als getan: Blazkowic ist psychisch als auch physisch angeschlagen. Seine Beine tragen ihn nicht mehr, er ist orientierungslos und zu allem Überfluss spielen ihm traumatische Kindheitserinnerungen übel mit.

Trotz dieser misslichen Lage lässt sich unser Protagonist nicht unterkriegen und sagt dem Regime den Kampf an. ,,Wolfenstein 2″ fällt in den ersten Minuten sehr emotional sowie brutal aus. Hinzu kommen die diversen Anspielungen als auch Späße, die dem Spiel einen gewissen Charme verleihen. Noch eine kleine Randnotiz am Ende: Bei der deutschen Version von Wolfenstein 2 wurden alle Bezüge zum Dritten Reich sowie sämtliche verfassungswidrigen Symbole entfernt. Trotz dieser ,,Zensierung“ verliert das Spiel weder an Atmosphäre noch an Spannung.

Generalin Engel zusammen mit Tochter, Soldaten und einem Gefangenen | © ZeniMax Media Inc.

Das pure Chaos

Wolfenstein ist ein knallharter Shooter. Bereits die mittlere Stufe verspricht gnadenlose Action. Vor allem Shooter-Anfänger sollten sich hier langsam heran tasten, denn das Sterben ist hier kein Ausnahmefall. Solltet ihr euch dennoch an einem Level die Zähne ausbeißen, dann könnt ihr während des Spielens den Schwierigkeitsgrad ändern ohne den weiteren Spielverlauf zu beeinflussen. Darüber hinaus ist es jederzeit möglich selber zu speichern. Als Hub-Bereich für Haupt- und Nebenmissionen dient das gekaperte U-Boot ,,Hammerfaust“.

Zu der stets bedrückenden Atmosphäre tragen vor allem die verschiedenen Schauplätze wie z. B das von einer nuklearen Explosion zerstörte Manhattan oder das in Vergessenheit geratene New Orleans bei. Aber auch Antagonistin Engel ist eine absolut größenwahnsinnige und total brutale Generalin des Regimes, die ihren Willen um jeden Preis durchzusetzen versucht. Dabei ist ihr jedes Mittel recht. Aber auch mit den normalen Fußsoldaten ist nicht zu scherzen, geschweige denn mit den riesigen Kampfrobotern.

Wie auch schon dem Titel zu entnehmen ist, hebt sich ,,Wolfenstein 2″ deutlich von seiner Konkurrenz ab. Denn man habe bewusst auf einen Online-Multiplayer verzichtet. Stattdessen konzentriert sich das Spiel voll und ganz auf die Story der Einzelspieler-Kampagne bei der  Emotionen, spritziger Humor sowie Brutalität in den Fokus gerückt werden. Und genau diese Mischung ist den Mannen von MaschineGames gelungen. Außerdem entfallen auch Open-World-Elemente.

Wir müssen uns auch gegen riesige Roboter zur Wehr setzen | © ZeniMax Media Inc.

Action bis zur letzten Sekunde

Zu Beginn des Spiels sind wir zunächst auf einen Rollstuhl angewiesen. Mit diesen müssen wir uns gegen die im Anmarsch befindende Armee antreten. Doch im weiteren Spielverlauf steigen wir dann in ein Exo-Skelett ein, sodass wir nun endlich auf beiden Beinen stehen und laufen können. Ab da geht es auch richtig los: Neben dem beidhändigen Schießen mit Gewehren, könnt ihr euch mit einem wuchtigen Laserkraftwerk Türen und natürlich auch Gegner vom Hals schaffen.

An Blut wird sichtlich nicht gespart: Mag es ein Beil oder das gewöhnliche Gewehr sein, das Blut eurer Gegner spritzt wie aus einer Fontäne. Mit einem kräftigen Sprung können wir an bestimmten Stellen den Boden durchbrechen, umso in die nächsten Abschnitte zu gelangen. Sollte ein Frontalangriff keine Option sein, dann kann man seine Gegner auch aus dem Hinterhalt angreifen. Allerdings sollte man hier sehr vorsichtig vorgehen, denn die Soldaten sind sehr aufmerksam.

Erwischt euch einer, dann könnt ihr euch auf eine heftige Schlacht gefasst machen, die nicht selten zum Tod führt. Darüber hinaus regeneriert sich die Gesundheit zu einem gewissen Grad, danach seid ihr auf Medipacks angewiesen. Insgesamt lässt sich Wolfenstein 2: The New Colossus“ sehr gut spielen: Das Schießen verläuft sehr flüssig und man ist recht flott unterwegs.

Überall spritzt Blut | © ZeniMax Media Inc.

Über Meka 1996 919 Artikel
Wie für die meisten auch, ebnete der Gameboy mir den Weg in die Videospielwelt. Helden  wie Link,Bruce Lee, Sid aus Ice Age und Yoshi prägten meine Kindheit. Selbst bis heute haben meine Gameboy-Spiele ihren unvergleichbaren Charme nicht verloren.

2 Trackbacks / Pingbacks

  1. Wolfenstein 2: The New Colossus: DLC-Termine bekannt gegeben – Gamingpanel
  2. Wolfenstein II: The New Colossus: Switch-Termin enthüllt

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*