Zu Besuch bei KONAMI: Hyper Sports R und Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS

© Konami Digital Entertainment

Auch bei KONAMI waren wir auf der diesjährigen Gamescom vor Ort und durften neben dem arcadigen Nintendo Switch-Titel Hyper Sports R auch die Neuauflage des PlayStation 2-Klassikers Zone of the Enders: The 2nd Runner ausprobieren, die den Untertitel M∀RS trägt. Während ersterer Titel ein klassischer, familientauglicher Partytitel sein soll, der vergleichbar mit ähnlich casualorientierten Spielen wie Wii Sports oder 1-2 Switch sein soll, wagt man sich mit dem ursprünglichen Third Person-Shooter/Hack and Slash auch ins VR-Metier und passt die Optik des betagten Originals an die Möglichkeiten moderner Systeme an (in dem Falle PC und PlayStation 4). Wie uns die beiden Titel gefallen haben, erfahrt ihr in dieser Vorschau.

 Anmerkung: PES 2019 durften wir auch noch anspielen, da der Titel aber bereits morgen offiziell erscheint, müsst ihr euch bis zur vollständigen Review gedulden.

Zone of the Enders: The 2nd Runner MRS

Das eigentliche Highlight des Konami-Standes war dann auch tatsächlich Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS. Der von Hideo Kojima produzierte Titel erschien ursprünglich 2003 als Sequel zum ersten Z.O.E für die PlayStation 2 und wurde dann nochmal 2012 im Rahmen der Zone of the Enders HD-Collection für PlayStation 3 und Xbox 360 umgesetzt. Auf der Tokyo Game Show letzten Jahres wurde der aufpolierte Klassiker dann erstmalig für die aktuelle Konsolengeneration vorgestellt, wurde seltsamerweise auf allen größeren Events, hier sei etwa die E3 genannt, nicht weiter in nennenswerter Form erwähnt. Jetzt soll Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS aber bereits am 7. September 2018 erscheinen und nun hatten wir just auf der Gamescom erstmalig seit der E3 die Gelegenheit, selbst Hand anzulegen.

Auch mit der Neuauflage für die PlayStation 4 und den PC möchte man auf das klassische Spielgefühl aus Shooter- und Hack and Slash-Elementen im 3D-Raum setzen. Zugleich aber nutzt man natürlich die moderne Hardware, um eine deutlich optimierte grafische Präsentation zu gewährleisten. Deshalb wird Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS auf der PlayStation 4 Pro sowie auf leistungsfähigen PCs auch in nativer 4k-Auflösung laufen. Zudem wird PlayStation VR sowie Oculus Rift und HTC Vive unterstützt, was zu einem deutlich immersiveren Spielgefühl führt.

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Durch die Virtual Reality-Unterstützung haben die Spieler*Innen die Möglichkeit, die Kampagne erstmalig aus der Cockpit-Perspektive des JEHUTY genannten Mechs zu erleben. Das Gameplay wirkt dabei nach wie vor recht dynamisch und schnell. Dennoch: Während ich bei anderen VR-Titeln auf der Messe (hier sei etwa Blood and Truth genannt, welches ich auf der Gamescom ebenfalls ausprobierte) relativ schnell Motion Sickness-Momente wahrnahm, ließ sich Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS auch für mich als VR-Neuling bemerkenswert gut spielen und hievte das einstige 3rd Person-Gameplay sehr gut in die Ego-Perspektive.

Doch nicht zuletzt durch den Anime-Cel Shaded Look sieht das Spiel auch regulär in 4k erstaunlich gut aus und lässt sich nach wie vor sehr gut spielen. Nicht zuletzt unterstützt Zone of the Enders: The 2nd Runner Mars diverse Schmankerl wie ein frisches Sounddesign mit Surround-Audio Support, zusätzliche Modi und neue Features, etwa ein optionales „Pro Mode“-Controller Setup, einen „Sehr einfach“-Schwierigkeitsgrad, einen 3D Hangar, in welchem man mit Jehuty in VR interagieren kann sowie ein Cinematic Theater, in welchem man jede Cut-Scene und Story Sequenz in vollem VR erneut anschauen kann.

Fazit: Gut! Zone of the Enders: The 2nd Runner M∀RS ist die bestmögliche Option, sich den Hideo Kojima-Klassiker zu Gemüte zu führen. Der Titel lässt sich in VR wirklich gut spielen, ohne Framerate-Einbrüche oder widerspenstige Motion Sickness-Momente. Stattdessen kann man den Titel aus der Cockpit-Perspektive völlig neu erleben, und hat bekommt neben der native 4k Auflösung mit den zusätzlichen Features das Rundumpaket, die Definitive Edition des Spiels geliefert. Eine detailliertere Review findet ihr demnächst auch bei uns.

HYPER SPORTS R

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Der zweite Titel im Bunde war HYPER SPORTS R –  Ein klassisches Partyspiel, das in erster Linie viel körperliche Aktivität mittels der Bewegungssteuerung der Nintendo Switch erfordert. HYPER SPORTS als Marke ist kein völlig unbekannter Titel aus dem Hause Konami. Bereits 1984 erschien Hyper Sports als Sequel zum ein Jahr zuvor erschienenen Track & Field sowohl in der Arcade, als auch für diverse Heimcomputer.

Ebenso wie der betagte Vorgänger, bietet auch Hyper Sports R zahlreiche Disziplinen, bei denen man die Ausdauer unter Beweis stellen soll. Laut Entwickler soll man sieben Leichtathletik-Events, quasi wie im Original, sowie fünf Schwimmdisziplinen meistern. 20 Charaktere mit unterschiedlichen Werten lassen sich wählen, zahlreiche Figuren mit popkulturellen Anspielungen, die in Disziplinen wie dem 100m-Sprint, dem 100m-Hürdenlauf, Hochsprung, Speerwerfen oder Weitwurf und Volleyball bestehen müssen. Tatsächlich kann Hyper Sports R, wie bei den Vorgängern auch, im Schnellspielmodus von bis zu vier Personen gespielt werden. Eine Kampagne wird aber ebenso angeboten, und auch die Online-Features der Switch werden unterstützt.

Mit meinem österreichischen Pressekollegen haben wir gemeinsam konkret zwei Disziplinen ausprobiert, einerseits Speerwurf, und im Anschluss Volleyball. Während Speerwurf vor allem sehr auf‘s richtige Timing beim Abzappeln angelegt war, entpuppte sich Volleyball als extrem sperrige Angelegenheit. Bereits während der Präsentation sagte man uns, dass diese Disziplin recht kompliziert zu handeln sei und dass man sich mit der Zeit daran gewöhne, dass man via Analogstick die Spielfiguren steuert, um dann im richtigen Moment die entsprechende Bewegung auszuführen. Jetzt wurden die besagten Bewegungen in unserem Beispiel nicht immer korrekt erfasst, sodass unsere Bemühungen im Match gegen die CPU-gesteuerte Gegnermannschaft eher vergebens waren und vermutlich auch recht ulkig aussahen. Peinlich! Grundsätzlich muss bei der Steuerung also bis zum Release noch deutlich nachgebessert werden, sollte sich der Titel von der üblichen Switch-Shovelware abheben wollen.

Grafisch schaut das Spiel grundsolide aus. Der cartoonige Look mit den recht knalligen Farben passt recht gut zur familienorientierten Ausrichtung. Während unserer Anspielsession gab es aber den ein oder anderen Slowdown und die ein oder andere krude Animation. Das sind aber sicherlich noch Dinge, die man bis zur Veröffentlichung deutlich optimieren kann.

Fazit: Ausreichend! Insgesamt hinterlässt der Titel bislang einen durchwachsenen Eindruck: Gerade weil die einzelnen Disziplinen eher unkoordiniertes Abzappeln belohnten anstatt richtiges Timing, wollte kein rechter Spielspaß aufkommen. Die Bewegungen wurden häufig nicht, oder falsch erfasst und auch von der Performance her gibt es noch Ausbesserungspotential. An Casual-Einsteiger-Titel von Nintendo á la 1-2 Switch oder damals Wii Sports kommt Hyper Sports R zumindest im jetzigen Entwicklungsstadium nicht an. Einen Releasetermin gibt es bislang im Übrigen nicht.

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